Langjähriger AMS NÖ-Chef Karl Fakler ist tot

Aktualisiert am 06. Juli 2022 | 14:23
Lesezeit: 4 Min
Der langjährige Chef des AMS Niederösterreich, Karl Fakler, ist tot. Der gebürtige Kremser gestaltete 24 Jahre lang den niederösterreichischen Arbeitsmarkt wesentlich mit. Er starb in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 68 Jahren.
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Von 1994 bis 2018 - 24 Jahre lang - gestaltete der studierte Soziologe Karl Fakler den niederösterreichischen Arbeitsmarkt wesentlich mit. In seiner Amtszeit als stellvertretender Landesgeschäftsführer an der Seite von Werner Homrighausen und später, ab 2007, als Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ antwortete Karl Fakler auf einen sich dynamisierenden Arbeitsmarkt mit einer Serviceoffensive für Arbeitsuchende und Unternehmen sowie mit vielen innovativen Projekten in Kooperation mit dem Land NÖ und der niederösterreichischen Sozialpartnerschaft. Den erfolgreichen Umbau des AMS zu einer modernen Service-Einrichtung für Jobsuchende und Betriebe hat Karl Fakler wesentlich mitgestaltet.

„Mit Karl Fakler verlieren wir nicht nur einen großen Innovator der Arbeitsmarktpolitik, sondern auch einen geschätzten Kollegen und echten persönlichen Freund. Wir und ganz viele Kolleginnen und Kollegen denken in diesen schweren Tagen an Karl, seine Ehefrau und seine ganze Familie“, so die Vorstände des AMS Herbert Buchinger und Johannes Kopf.

Auch Sven Hergovich, der Fakler 2018 als Landesgeschäftsführer des AMS NÖ nachfolgte, würdigte seinen Vorgänger: „Karl Fakler war bis zu seinem letzten Arbeitstag und darüber hinaus voller Leidenschaft für die Menschen und den niederösterreichischen Arbeitsmarkt im Einsatz. Ich bin ihm für alles, was er geleistet und geschaffen hat unendlich dankbar. Wir werden sein Lebenswerk, Mensch und Arbeit zu verbinden, weitertragen.“

Tief erschüttert zeigten sich auch SPÖ-Landesparteivorsitzender und Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl und Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): „Karl Fakler war ein unermüdlicher Kämpfer, wenn es darum ging, Menschen eine Arbeit und der niederösterreichischen Wirtschaft die entsprechenden Mitarbeiter*innen zu vermitteln.“ Fakler sei eine Stütze für jeden Arbeitssuchenden im Land gewesen „und hat die menschliche Komponente in seiner Arbeit nie außer Acht gelassen“, hieß es in einer Aussendung.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner trauert ebenfalls um den gebürtigen Kremser: „Karl Fakler war über viele Jahre ein verlässlicher Partner des Landes Niederösterreich und vor allem der Menschen im Land Er hat sich mit sehr viel Fachwissen und Kompetenz, aber vor allem mit Herzblut und Leidenschaft für die Menschen und den Arbeitsmarkt in Niederösterreich eingesetzt“.

Fakler hatte das "Menschsein im Auge" und "den guten Willen, eine soziale Welt zu sichern", heißt es in einem Nachruf von arbeit plus NÖ. Viele Soziale Unternehmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, die auch heute noch bestehen, wurden mit seinem Willen und Innovationsfreude auf den Weg gebracht. "Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Frau und Allen, die mit ihm auf dem Weg waren!", heißt es vom Vorstandsteam und den Mitgliedseinrichtungen von arbeit plus NÖ in einer Aussendung.

Tief betroffen reagierte auch die Leitung der Caritas in der Diözese St. Pölten auf das Ableben von Karl Fakler, der auch als Mitglied des Caritas-Freundeskreises ehrenamtlich aktiv war. „Mit dem Ableben von Karl Fakler verliert die Caritas und das Armutsnetzwerk NÖ einen wichtigen Mitstreiter im Einsatz um Gerechtigkeit und solidarisches Handeln“, sagt Direktor Hannes Ziselsberger. „Bei Karl Fakler hat man das Engagement für die Menschen deutlich gespürt. Er hat unseren Freundeskreis entscheidend mitgeprägt und seine lebenslange Erfahrung eingebracht. Ich bin sehr traurig über sein Ableben und werde ihn als Freund und Menschen in Erinnerung behalten, der zu seinen Überzeugungen gestanden ist, keine Diskussion gescheut hat und immer an Lösungen interessiert war.“, sagt die ehemalige Sozial-Landesrätin und Initiatorin des Caritas-Freundeskreises, Barbara Schwarz. Die Caritas St. Pölten danke Fakler für sein Engagement und spreche der Familie, Freunden und Weggefährten ihre Anteilnahme aus, heißt es in einer Presseaussendung.