1.700 Soldaten trainieren am TÜPL Allentsteig

Die luftbewegliche 7. Jägerbrigade übt aktuell am Truppenübungsplatz Allentsteig im internationalen Verbund mit einer deutschen Fallschirmjägerkompanie den Schutz der Bevölkerung im bebauten Gebiet. Dabei werden unter anderem Szenarien wie Häuserkampf oder auch das Retten und Bergen von Verwundeten mittels Hubschrauber trainiert.

Erstellt am 23. November 2021 | 13:20

Die Übung mit 1.700 Soldaten und Soldatinnen ist eine Evaluierungsübung, bei der die Teilnehmer durch internationale Evaluatoren auf deren Einsatzbereitschaft für internationale Einsätze überprüft werden. Die NATO- Übung hat am Montag, 22. November begonnen.

Gleiche Standards für Krisensituationen

„Streitkräfte aus unterschiedlichen Staaten, die miteinander Einsätze und Aufgaben bewältigen müssen, benötigen die gleichen Standards, um in Krisensituationen perfekt aufeinander abgestimmt agieren zu können. Wie professionell sich unsere österreichischen Soldatinnen und Soldaten bei dieser Übung beteiligen werden, davon konnte ich mich heute persönlich hier in Allentsteig überzeugen“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bei ihrem Truppenbesuch am 18. November in Allentsteig.  Die Ministerin besuchte auch das Manövergeschehen der 7. Jägerbrigade in der Ortskampfanlage Steinbach.

Schutz der Zivilbevölkerung trainiert

Gemeinsam mit einer deutschen Fallschirmjägerkompanie kamen dort verschiedene Teile der leichten Brigade zum Einsatz. So stand der Schutz der Zivilbevölkerung im bebauten Gebiet im Blickpunkt des Geschehens. Szenarien wie Häuserkampf oder das Retten und Bergen von Verwundeten durch Hubschrauber wurden trainiert. Im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden (PfP) Vereinbarungen kam es gleichzeitig zu einer Überprüfung der eingesetzten Truppenteile nach einem internationalen Qualitätsstandard. Wichtig dabei war die Abstimmung auf eine gleiche Ausbildungsstufe. „ Es gilt in Krisensituation aufeinander abgestimmt, erfolgreich agieren zu können“, betonte Klaudia Tanner.

Die Ministerin nutzte bei ihrem Besuch die Gelegenheit, den Soldaten des Kärntner Jägerbataillons 25 symbolisch den neuen Kampfanzug zu übergeben.

Der neue Kampfanzug mit neuem Tarnmuster wird seit einiger Zeit schrittweise im Österreichischen Bundesheer eingeführt.

Strenge Covid-Schutzmaßnahmen

Aufgrund der derzeitigen Covid-19-Situation findet die internationale Übung unter strikten Covid-19 Schutzmaßnahmen statt. Durch gezieltes Testen aller Übungsteilnehmer vor- während und nach der Übung, soll das Auftreten von Clustern möglichst verhindert werden.

Der positive Abschluss der Evaluierungsübung ist Voraussetzung, um an zukünftigen verpflichtenden internationalen Einsätzen teilnehmen zu können.