NÖ-Arbeitslose helfen in Teststraßen aus. Bis zu 150 Personen werden an größere Städte vermittelt. Sie sollen dort in den Teststraßen für Entlastung und längere Öffnungszeiten sorgen.

Von Ondrej Svatos. Update am 15. Februar 2021 (16:18)
von rechts: AMS NÖ-Geschäftsführer Sven Hergovich, Ö. Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, Vorsitzender des NÖ Städtebundes, BGM Matthias Stadler (SPÖ) und Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP)
NLK Pfeiffer

Bis zu 150 Arbeitslose in Niederösterreich bekommen bald einen neuen Job. Sie werden als zusätzliche Unterstützung bei den Corona-Teststraßen eingesetzt. Das AMS Niederösterreich vermittelt ab Freitag, 17. Februar, die Arbeitssuchenden an die NÖ-Statutarstädte und NÖ-Bezirkshauptstädte, „denn in diesen Städten wird eine Unterstützung am meisten gebraucht.“, so Vorsitzender Städtebund NÖ Matthias Stadler (SPÖ). Das begründet der Bürgermeister von St. Pölten damit, dass diese Städte besonders gefordert seien, da sie auch für naheliegende Gemeinden zuständig sind.

Zusätzliche Jobs werden in Niederösterreich dringend gebraucht. 81.000 Landsleute sind momentan arbeitslos. 100.000 in Niederösterreich lebende Menschen sind in Kurzarbeit. Die Aufstockung des Teststraßenpersonals mit den Arbeitssuchenden sei laut Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP) eine Win-win-Situation.

Die Arbeitslosen finden einen neuen Job und die NÖ-Teststraßen werden entlastet, teilt Eichtinger bei einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen der NÖ-Landesregierung und dem AMS Niederösterreich mit. Das zusätzliche Personal ermöglicht den Teststraßen ihre Öffnungszeiten verlängern. Diese Maßnahme sei notwendig, da der Andrang auf die NÖ-Teststraßen enorm sei, erklärte NÖ Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl.

Die Jobvermittlung erfolgt über das Projekt „Jobchance“ der MAG (Menschen und Arbeit GmbH). „Die dabei entstehenden Kosten werden vom AMS NÖ und dem Land Niederösterreich vollfinanziert.“, so AMS NÖ-Geschäftsführer Sven Hergovich.

Wer bei welcher Teststraße eingeteilt wird, entscheidet der NÖ-Sanitätsstab. 20 bis 40 Wochenstunden beträgt die angebotene Arbeitszeit. Die 150 zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden gemeinsam mit 200.000 Freiwilligen im Land Niederösterreich für den Ablauf der Testungen zuständig sein. Das zusätzliche Personal soll vor allem Organisations- und Administrationsaufgaben übernehmen. Ihr Arbeitsverhältnis wird mit vier Monaten befristet.