Fünf weitere Kliniken für Corona-Behandlung definiert. Die NÖ Landeskliniken-Holding hat fünf weitere Krankenhäuser für die Behandlung positiv auf Covid-19 getesteter Patienten definiert. Zu Melk, Lilienfeld, Neunkirchen, Hollabrunn und Waidhofen a.d. Thaya kommen laut Sprecher Bernhard Jany nunmehr Scheibbs, Tulln, Mödling, Stockerau und Gmünd hinzu. 200 Erkrankte waren am Donnerstag im Bundesland stationär aufgenommen.

Von Redaktion noen.at. Update am 02. April 2020 (11:20)
Ab 3. April wird unter anderem auch das Stockerauer Spital als weiteres Klinikum ausschließlich zur Behandlung von Verdachtsfällen bzw. Covid-19 positiv getesteten Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen.
ROBERT HERBST

Jany sprach von der "Phase drei", in der man mittlerweile angelangt sei. Zunächst sei Melk für Corona-Patienten definiert worden, vier weitere Häuser seien gefolgt, erinnerte er. Dass jetzt von bisher fünf auf zehn Kliniken für Covid-19-Patienten aufgestockt werde, soll auch für Entlastung sorgen.

In jeder Gesundheitsregion werde "vorausschauend" ein weiteres Spital für Coronavirus-Fälle hochgefahren. Es gehe dabei auch darum, dass im Zusammenspiel des Klinkennetzwerks eine gute Ausgewogenheit gegeben sei, erläuterte der Sprecher.

Zum Start von "Phase drei" stünden damit 260 zusätzliche Betten zur Verfügung, sagte Jany weiter. In den zuvor definierten fünf Häusern könnten durch eine stufenweise Erhöhung der Kapazitäten bis zu 960 Patienten versorgt werden.

LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) teilte indes mit, dass es gelungen sei, etwa 50 zusätzliche Beatmungsgeräte anzuschaffen. Zudem seien in den vergangenen Tagen weitere Schutzmasken für die mobilen Teams und die Kliniken in Niederösterreich eingelangt. "Ganz klar ist, dass die Lage weiterhin ernst ist und bleibt", betonte Pernkopf. Niederösterreich sei mit seinen Kliniken an 27 Standorten "gut aufgestellt".

Obwohl die überwiegende Mehrheit der Covid-19-Patienten einen milden Krankheitsverlauf zeige, würden die Kapazitäten im Intensivbereich eine wesentliche Rolle in den Planungen spielen. "Die vorhandenen 335 invasiven Beatmungsgeräte, die bei den Intensivbetten zur Verfügung stehen, bieten aktuell ausreichend Möglichkeiten", so Pernkopf.