Gesundheitsagentur: Strenge Masken-Tests. Sicherheitsnetz gewährleistet Versorgung der Bediensteten im NÖ Gesundheitswesen mit Schutzmasken. Laut Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sei damit gewährleistet, dass die Bediensteten nur mit qualitativ hochwertiger Ausrüstung ausgestattet werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 05. Mai 2020 (11:00)
Abteilungsleiter Einkauf Christian Schauer, Einkäufer Johann Steinböck, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Leiterin Logistikzentrum im UK St. Pölten Jacqueline Brandstetter, Vorstand NÖ LGA Konrad Kogler (v.li.).
NLK/Filzwieser

Durch die weltweite Nachfrage nach Schutzausrüstung wittern auch unzählige Trittbrettfahrer ein Geschäft. Bei Razzien hat die chinesische Regierung  Medienberichten zufolge mehr als 89 Millionen Atemschutzmasken mangelhafter Qualität oder wirkungsloses Desinfektionsmittel beschlagnahmt. 

Einkauf: Spezialisten gefragt

„Die intransparente Situation am Weltmarkt habe gezeigt, dass es Spezialisten beim Einkauf von Schutzmasken braucht. Damit sei gewährleistet, dass die Bediensteten in den Landeskliniken sowie Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren nur mit qualitativ hochwertiger Ausrüstung ausgestattet werden, "sowie Patienten und Kunden bestmöglich betreut werden können“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

370.000 Masken seit Jahresbeginn

Seit Jahresbeginn sind in den NÖ Kliniken und Pflegezentren mehr als 370.000 geprüfte Atemschutzmasken verbraucht worden. Das ist dreimal mehr als im Vergleich zum gesamten Vorjahr. „Die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und jene unserer Patientinnen und Patienten hat immer höchste Priorität“, sagt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

„Es ist uns ein großes Anliegen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während ihrer Tätigkeiten optimal geschützt sind. Diese Menschen haben in den letzten Wochen Großartiges geleistet und so sollen sie sich darauf verlassen können, dass die ihnen zur Verfügung gestellte Schutzausrüstung die notwendige Qualität aufweist“, so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Seriöse Händler erkennen

„Mitarbeiterschutz hat für uns höchste Priorität“, sagt auch Konrad Kogler, Vorstand der NÖ Landesgesundheitsagentur. Dank der Unterstützung des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen (BEV) in Wien behalten die Experten im Materialeinkauf den Überblick, um aus fachkundiger Sicht im internationalen Dickicht seriöse Händler oder qualitativ hochwertige Schutzmasken erkennen zu können. 

„Die angelieferten Atemschutzmasken werden vor der Freigabe im BEV überprüft“, erklärt Christian Schauer, Abteilungsleiter im Einkauf der NÖ Landesgesundheitsagentur. Die Ergebnisse belegen, dass Qualitätsüberprüfungen entscheidend sind. In vielen Fällen passten die übermittelten CE-Zertifikate nicht zu den angebotenen Produkten. Elf der 28 Produktchargen von insgesamt 18 Lieferanten haben die Qualitätskontrolle der BEV-Prüfer bestanden. 

Aufwändiges Prüfverfahren für Masken

Man müsse „die Spreu vom Weizen trennen“, erklärt Robert Edelmaier, Vizepräsident des BEV und Leiter der Gruppe Eichwesen, in deren Fachbereich die Corona Pandemie-Atemschutzmasken (CPA) geprüft werden. Diese CPA-Masken sind für das medizinische Personal bestimmt. Beim mehrstufigen Prozedere werde darauf geachtet, inwieweit die verwendeten Materialien heimischen Schutzkriterien entsprechen. „Von außen lassen sich die Eigenschaften der Masken nicht feststellen“, erklärt Edelmaier. „Es kommt auch vor, dass innerhalb einer Produktcharge unterschiedliche Masken verpackt sind“, berichtet Edelmaier aus Erfahrung.

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