Schleifarbeiten Anfang Februar im Zentralraum & Westen. Der rund 70 Meter lange Schienenschleifzug ist von 2. bis 10. Februar im Zentralraum und im Westen Niederösterreichs unterwegs, um den Schienen mit seinen 2.500 PS ein neues, ideales Profil zu verleihen.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 28. Januar 2021 (10:55)
ÖBB

Das Schleifen bringt sowohl für Anrainer als auch für ÖBB-Kunden Vorteile. Der Lärmpegel entlang der Bahnstrecken wird durch das
Glätten der Schienen reduziert und in den Waggons wird das Reisen dadurch noch ruhiger und angenehmer. Für die ÖBB bringt das Schienenschleifen auch wirtschaftliche Vorteile, denn die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Schienen wird um ein Vielfaches verlängert.

Ideales Profil für Schienen und Weichen

Auf der Schienenoberfläche bilden sich durch das Befahren von Zügen kleine Schlupfwellen oder Verdrückungen des Schienenkopfes. Diese feinen Unebenheiten sind eine Lärmquelle, die zudem Fahrzeuge und Schienenoberbau durch Vibration belasten. Durch die 24 Schleifmotoren, welche sich an Bord des Zuges befinden, erhalten Schienen und Weichen wieder ihr ideales Profil. Es werden rund 0,3 - 1 mm abgeschliffen. In einer Nacht schafft der Schienenschleifzug etwas mehr als drei Kilometer. Die Streckenabschnitte werden bereits im Vorfeld mit einem speziellen Messzug ausgewählt. Dieses High-Tech Gerät zeigt den Fachexperten genau, wo der Schleifzug zum Einsatz kommen soll.

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Der Einsatz des Schienenschleifzuges ist minutiös geplant. Die Arbeiten finden aufgrund des dichten Bahnverkehres und um den Zugverkehr im Sinne der Reisenden so wenig wie möglich zu beeinflussen in der Nacht statt. Die Arbeitseinsätze finden von 2 bis 10. Februar in folgenden Bereichen statt:
o zwischen Loosdorf und Bahnhof Ybbs
o zwischen Amstetten und St. Peter
o im Bereich Bf. Aschbach
o zwischen Tullnerbach-Pressbaum und Rekawinkel
o zwischen Kirchstetten und Böheimkirchen
o im Bereich Knoten Wagram
o im Bereich St. Pölten Hauptbahnhof

Die ÖBB sind bemüht, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass Lärmentwicklungen nicht gänzlich vermieden werden können. Für die Sicherheit gegen Böschungsbrände ist der Schienenschleifzug mit einer Löscheinrichtung
ausgerüstet.