Drei international tätige Einbrecher in Haft. Nicht nur in Niederösterreich und im Burgenland, sondern auch in mehreren anderen europäischen Ländern sollen drei Einbrecher zugeschlagen haben, die inzwischen in der Justizanstalt Korneuburg in Haft sind. Nach Polizeiangaben vom Dienstag waren die Beschuldigten zu den ihnen hierzulande zur Last gelegten Straftaten umfassend geständig.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 28. November 2017 (12:14)
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Justizanstalt Korneuburg
Löwenstein

Nachgewiesen wurde den Männern aus Rumänien (31, 37 und 38) etwa ein Blitzeinbruch in die Filiale eines Elektronikhandelsunternehmens in Bruck a.d. Leitha in den frühen Morgenstunden des 1. Dezember 2016. Die Täter hatten die Eingangsschiebetür aufgezwängt, Vitrinen eingeschlagen und 120 Mobiltelefone gestohlen. Die Gesamtschadenssumme betrug etwa 60.000 Euro. Die Beschuldigten wurden schließlich nach monatelangen Ermittlungen im beginnenden Frühjahr 2017 namentlich ausgeforscht.

Der Bande wurde auch eine Einbruchsserie in Siegendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) mit einem Gesamtschaden von etwa 15.000 Euro zugeordnet und somit geklärt. Anfang April 2017 waren dort Einbrüche in ein Lokal, in einen Bagger und ein Lebensmittelgeschäft verübt worden.

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich stellte sich der 31-Jährige "aufgrund des internationalen Fahndungsdruckes" selbst. Er wurde im August 2017 in Wien festgenommen. Seine beiden mutmaßlichen Komplizen wurden aufgrund von EU-Haftbefehlen der Staatsanwaltschaft Korneuburg in Rumänien dingfest gemacht und im Oktober 2017 nach Österreich ausgeliefert.

Neben den Taten in Bruck a.d. Leitha und Siegendorf gab es zu den Männern weitere "Treffer", so die Polizei. Das Trio soll demnach auch in seiner Heimat Rumänien, in Deutschland, Spanien, Tschechien, Belgien, Luxemburg, Polen, Schweden, der Slowakei, in Frankreich und der Schweiz sein Unwesen getrieben haben.