Lockdown-Verlängerung wäre für Friseure "bittere Pille". In Ost-Österreich steht wegen der angespannten Lage auf den Intensivstationen eine Verlängerung des harten Lockdowns bis mindestens 25. April im Raum.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 12. April 2021 (12:29)
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Wolfgang Eder, Bundesinnungsmeister der Friseure in der Wirtschaftskammer, spricht von einer "bitteren Pille" für seine Branche. Auch wenn er eine Verlängerung nachvollziehen könne, sei ein Lockdown das Schlechteste, sagte er zur APA. In Wien, Niederösterreich und im Burgenland sind rund 3.600 Friseurbetriebe betroffen.

Eder fordert weitere Förderungen für die Firmen. Selbst jene Betriebe in den übrigen Bundesländern, die derzeit geöffnet haben, würden Kundenrückgänge von 30 bis 50 Prozent verzeichnen. Nach der österreichweiten Öffnung Anfang Februar sei es noch gut gelaufen, doch im März und April fehlten die Kunden.

"Es fehlen die Anlässe wie Hochzeiten oder andere Feiern. Auch das Homeoffice trägt nicht dazu bei, dass die Menschen zum Friseur gehen. Das gesellschaftliche und kulturelle Leben ist sehr eingeschränkt", räumte Eder am Montag im APA-Gespräch ein. Ein anderer Punkt sei die "Nichtakzeptanz des Testens". Der Branchenvertreter bemerkt einen Anstieg von Heimbehandlungen und Pfusch und appelliert dabei an mehr Verantwortungsbewusstsein.

Derzeit sorgt ein Friseur-Cluster im Bezirk Zwettl für Aufregung, bei dem sich die Südafrika-Mutation verbreitet haben dürfte. Das Büro der Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig bestätigte der "Kronen Zeitung" am Wochenende, dass sechs der insgesamt sieben bekannten Mutations-Befunde im Waldviertel auf diesen Cluster zurückgehen.