Flugzeugabsturz Schweiz: Bergungsarbeiten abgeschlossen. Nach dem Absturz des Oldtimer-Flugzeuges "Tante Ju" in der Schweiz sind am Dienstag die Bergungsarbeiten am Piz Segnas abgeschlossen worden. Die Wanderwege sind wieder freigegeben, die Luftraumsperre wird um 18 Uhr aufgehoben.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 07. August 2018 (17:49)
APA/CANTONAL POLICE OF GRISONS

Die zwanzig Todesopfer des Flugzeugunglücks vom Samstag - darunter ein Ehepaar aus Niederösterreich mit seinem Sohn - sind geborgen und das Wrack abtransportiert worden, teilte die Bundesanwaltschaft (BA) mit. Unter der Koordination der BA werde nun die formelle Identifizierung der Opfer vorgenommen. Zudem würden die eingeleiteten Untersuchungen und Abklärungen weitergeführt.

Die strafrechtlichen Abklärungen der Bundesanwaltschaft werden laut der Mitteilung parallel zu den Untersuchungen der Sust durchgeführt, welche im Rahmen einer Sicherheitsuntersuchung die Unfallursache abklärt. Diese Arbeiten dürften mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nehmen.

Betrieb wurde auf freiwilliger Basis vorübergehend eingestellt

Die Betreiberin der Unglücksmaschine, die Dübendorfer Ju-Air, hatte zuvor mitgeteilt, dass sie den Flugbetrieb am 17. August wieder aufnehmen will. Sie hatte nach dem Absturz der historischen "Tante Ju" den Betrieb auf freiwilliger Basis vorübergehend eingestellt.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) nahm von den Absichten der Ju-Air Kenntnis, wie es mitteilte. Solange kein erhärteter Verdacht eines technischen Defektes vorliege, könne das Bazl kein Grounding der Ju-Air-Flotte anordnen. Sollten sich bis zum 17. August neue Erkenntnisse ergeben, würde die Behörde aber Maßnahmen treffen und wenn nötig ein Flugverbot erteilen.