Anteil der Alko-Unfälle im Bezirk Scheibbs am höchsten. Beim Anteil der Alko-Unfälle an den Verkehrsunfällen gibt es in Niederösterreich große Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Am niedrigsten ist der Anteil der Alko-Unfälle im Bezirk Mödling sowie in den Statutarstädten Waidhofen/Ybbs und Wr. Neustadt. Am höchsten ist der Anteil der Alko-Unfälle im Bezirk Scheibbs. Der VCÖ betont, dass mit mehr Discobussen, Anrufsammeltaxis und Bahnverbindungen am späteren Abend die Zahl der Alko-Unfälle verringert werden kann.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 08. Dezember 2018 (07:49)
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BMI/Gerd Pachauer

25 Todesopfer und 3.054 Verletzte. Das ist die traurige Opferbilanz der Alko-Unfälle in Niederösterreich in den vergangenen fünf Jahren, informiert der VCÖ.

Der Unterschied innerhalb Niederösterreichs beim Anteil der Alko-Unfälle ist sehr groß, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Am niedrigsten ist der Anteil der Alko-Unfälle im Bezirk Mödling, wo in den letzten fünf Jahren 4,2 Prozent der Verkehrsunfälle mit Personenschaden von Alko-Lenkern verursacht wurden. Am zweitniedrigsten ist der Anteil in den beiden Statutarstädten Wr. Neustadt und Waidhofen / Ybbs mit jeweils 4,5 Prozent.

Am höchsten ist der Anteil der Alko-Unfälle im Bezirk Scheibbs mit 10,8 Prozent. Dahinter folgen die Bezirke Tulln (8,6 Prozent) und Waidhofen / Thaya (8,3 Prozent). Der Landesschnitt liegt bei 6,6 Prozent. Auch die Stadt Krems liegt mit 8,2 Prozent deutlich darüber, ebenso die Bezirke Melk und Neunkirchen mit jeweils 8,0 Prozent.

VCÖ fordert besseres Mobilitätsangebot in den Regionen

Adventzeit ist auch die Zeit von Punsch und Glühwein. Aufgrund der Süße wird die Wirkung von Punsch oft unterschätzt. Zudem kann der Alkoholgehalt je Punsch und Punschstand stark variieren. Deshalb die Devise "Don't drink and drive" beherzigen. Der VCÖ erinnert daran, dass bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko auf das Doppelte steigt, bei 1,0 Promille auf das Der VCÖ setzt sich für ein besseres Mobilitätsangebot in den Regionen ein.

Mit Discobussen, Anrufsammeltaxis und Bahnverbindungen auch am späteren Abend kann die Zahl der Alko-Unfälle reduziert werden. Häufig scheitern diese wichtigen Angebote an der Finanzierung. Deshalb schlägt der VCÖ vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für die Einführung von Anrufsammeltaxis, Nachtbussen und Gemeindebussen zweckgewidmet wird.

Wichtig ist auch, dass Siedlungen mit dem nächstgelegenen Ort über Geh- und Radwege sicher  verbunden sind. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, wenn  in der Nacht Personen aufgrund eines fehlenden Gehwegs am Rand einer Freilandstraße nach Hause gehen.

Seit Jahresanfang kamen in Niederösterreich bereits 97 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. "Die Zahl der Todesopfer durch den Straßenverkehr ist nach wie vor viel zu hoch. So weist Österreich eine fast doppelt so hohe Anzahl an Verkehrstoten auf wie die Schweiz. Österreich muss sich die verkehrssichersten Staaten zum Vorbild bei der Verkehrssicherheitsarbeit nehmen", stellt VCÖ-Sprecher Gratzer fest.

Lest in der kommenden Print-Ausgabe der Erlauftaler NÖN, wie der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Leopold Pitzl diese VCÖ-Analyse bewertet und wie die aktuellen Zahlen im Jahr 2018 im Bezirk Scheibbs ausschauen.