Warmes Essen ohne Strom. In einer fünfteiligen Serie mit dem NÖ Zivilschutzverband geben wir Tipps zum Thema Blackout: Was ist nötig, um für einen flächendeckenden Stromausfall gerüstet zu sein?

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 02. Februar 2021 (07:37)
Der Notfallkocher: Er wird mit Brennpaste betrieben und ist groß genug für Töpfe oder Bratpfannen.
NÖZSV

Eine warme Mahlzeit am Tag – das wollen viele von uns. Aber wie soll das gehen, wenn der Strom ausfällt? Was nützt der beste Vorrat, wenn ich ihn nicht aufwärmen kann? Nur mehr wenige haben einen Küchenherd, der mit Holz geheizt wird. Und ein Lagerfeuer ist nicht überall erlaubt. Die gute Nachricht: Es gibt Alternativen, wie Sie auch in der Wohnung kochen können. Auch die Heizung können Sie notdürftig ersetzen, wenn Sie vorbereitet sind.
Vom Fondueset zur Notkochstelle.

Gartenbesitzer mit Griller sind bei einem Blackout im Vorteil. Denn auch in der kalten Jahreszeit können Sie den Griller einfach zur Kochstelle umfunktionieren. Wasser wärmen, Konserven erhitzen oder ein Omelett zubereiten geht problemlos.

Vorausgesetzt, Sie haben genügend Grillkohle auch außerhalb der Grillsaison. Kochen ohne Strom in einer Wohnung geht notdürftig auch mit einem Fondue-Set, das ist aber keine überzeugende Lösung. Besser dran sind Sie mit einem Camping- oder einem Notfallkocher. „Dieser Kocher aus Metall ist zusammenklappbar und braucht bei der Aufbewahrung wenig Platz. Beheizt wird er mit ganz normaler Brennpaste, wie wir sie vom Fondue-Set kennen. Aufgeklappt ist er stabil und groß genug für einen Topf oder eine Bratpfanne. Einfache Speisen sind darauf kein Problem – vorausgesetzt, Sie haben genug Brennpaste auf Vorrat.“ erklärt Bernd Buric, Blackout-Experte des NÖZSV.

Wenig Alternativen beim Heizen

Schwieriger wird es mit der Heizung bei einem Blackout. Denn ohne Strom funktioniert keine Gastherme, kein Pelletofen, aber auch keine Fernwärme oder Ölkessel. Wirklich Abhilfe schafft hier nur ein Ofen. Aber Schwedenofen, Kachelofen oder Küchenherd sind nicht überall möglich. Da ist Nachbarschaftshilfe die beste Lösung. Es gibt zwar Petroleumöfen oder Gasöfen, mit denen auch eine Wohnung beheizt werden kann. Aber Vorsicht: Nicht alle Geräte sind für den Betrieb in geschlossenen Räumen zugelassen. Das falsche Heizgerät oder die falsche Bedienung kann lebensgefährlich sein.

Eine Alternative – vor allem am Land – können Nachbarn sein, deren Schwedenofen oder Kachelofen keinen Strom braucht. Rechtzeitig umschauen, welche Nachbarn das sind, und eine „Krisenvereinbarung“ treffen, erspart im Ernstfall Frieren und Unterkühlung. Vielleicht genügt es ja aber, eine Bettenburg zu bauen und unter die Decken zu kuscheln. Oder das Campingzelt im Zimmer auszustellen. Das macht auch den Kindern Spaß. Mehr Tipps – von Hygiene bis Notstromaggregat – in den nächsten Wochen in Ihren NÖN.

Mehr Tipps – von Hygiene bis Notstromaggregat – lest ihr nächste Woche in den NÖN und auf NÖN.at.