Tipps für den sicheren Transport der Skiausrüstung. Die Semesterferien stehen vor der Tür – für viele der Startschuss in den Skiurlaub. Nur wohin mit dem vielen Gepäck?

Von Redaktion noen.at und Redaktion bvz.at. Erstellt am 08. Februar 2017 (15:51)
ÖAMTC
Für den Winterurlaub mit der Familie wird der private Pkw rasch zu eng. Mehr Stauraum und Sicherheit bieten Dachboxen – aber Achtung: korrekte Montage und Handhabung sind bei weitem kein Kinderspiel.

In den letzten Jahren gewinnen Dachboxen immer mehr an Beliebtheit - sie sind komfortabel und praktisch, man gewinnt Stauraum für das gesamte Gepäck, zudem bieten sie grundsätzlich mehr Sicherheit. Doch aufgepasst: Die Ausrüstung muss korrekt verstaut werden, soll sie nicht zum gefährlichen Geschoss für Insassen oder andere Verkehrsteilnehmer werden.

„Die richtige Sicherung dauert meist nur ein paar Minuten. Im Ernstfall kann das aber Leben retten“, erklärt Rudolf Leeb, ÖAMTC-Regionalleiter im Burgenland. „Egal ob man zu einem Ski-Tagesausflug unterwegs ist oder mit der Familie auf Urlaub fährt, Gepäck muss immer so verstaut sein, dass es sich bei Fahr- und Bremsmanövern nicht selbstständig macht.“ Für Ladung im Innenraum des Autos gilt: Schweres in den Kofferraum und nach unten. Die Hutablage sollte generell leer bleiben, Gepäck auf den Rücksitzen nur transportieren, wenn es mit Zurr- und Sicherheitsgurten gesichert ist.

"Eine Dachbox sollte Investition in die Sicherheit sein"

Sperrige Gegenstände wie Ski oder Snowboards werden am sichersten in einer Dachbox transportiert. Doch auch hier gilt: Die Ladung muss verzurrt werden. Zum Festspannen innerhalb des Trägersystems gibt es dafür vorgesehene Gurte, die im Fall einer abrupten Bremsung verhindern, dass die Ladung vorschnellt und die Box mit sich reißt. „Ungesicherte Ladung kann bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h Belastungen erzeugen, die dem 50-fachen des Eigengewichts entsprechen“, erklärt Leeb.

„Mit höherer Geschwindigkeit potenziert sich die Gefahr sogar – doppelte Geschwindigkeit bedeutet also vierfache Aufprallenergie.“ Ein weitere Sicherheitstipp: Beim Versperren der Box sollte darauf geachtet werden, dass alle Sperrvorrichtungen tatsächlich eingerastet sind. Der ÖAMTC empfiehlt, nach einigen Kilometern Fahrt die Anbindungspunkte am Fahrzeug sowie den Verschluss noch einmal nachzuprüfen. Somit wird die Gefahr minimiert, dass die Box bei starkem Gegen- oder Seitenwind aufgerissen wird.

Zudem wird oftmals vergessen, dass nicht jedes Modell zum eigenen Fahrzeug passt. Ebenso wird die maximal zulässige Nutzlast der Box bzw. die erlaubte Dachlast häufig nicht im Auge behalten. Das Ergebnis: Verkehrsmeldungen warnen immer noch viel zu oft vor auf der Straße liegenden Dachboxen, die sich von Autos gelöst haben. Derartige Zwischenfälle stellen für den nachfolgenden Verkehr eine enorme Gefahr dar und werden mit Strafen von bis zu 5.000 Euro sanktioniert.

An den ÖAMTC-Stützpunkten beraten die Mitarbeiter daher nicht nur gerne bei der richtigen Auswahl, sondern helfen auch kostenlos bei der Montage des Trägersystems. Leebs abschließender Rat: „Eine Dachbox sollte also auch eine Investition in die Sicherheit sein. Daher sollte noch etwas  groß geschrieben werden – die Pflege.“