Aktfotos von Facebook-Freundin gefordert. 16-jähriger Schüler forderte von 14-Jähriger Nacktfotos. Als die sich weigerte, drohte der junge Mann.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 27. Oktober 2014 (10:43)

Im Facebook lernte ein HTL-Schüler (16) aus dem Bezirk Krems eine 14-jährige Langenloiserin kennen. „Wir haben hin- und hergeflirtet, uns gegenseitig Fotos geschickt, und dann ist daraus immer mehr geworden“, schildert er vor Gericht. Erst wären es nur Bilder der 14-Jährigen mit offener Bluse gewesen, dann welche ohne Büstenhalter bis hin zu einem Video mit geschlechtlichen Handlungen, gesteht der Schüler leise.

Eltern erstatteten Anzeige

Nach dem Video kam das Mädchen offensichtlich zur Besinnung und verweigerte zur Überraschung des Schülers die Übersendung von Aktfotos. Daraufhin drohte der Bursche, das Video ins Internet zu stellen. Damit hatte er aber den Bogen überspannt: Das in Panik versetzte Mädchen beichtete den virtuellen Fehltritt ihren Eltern. Die erstatteten sofort Anzeige.

Sechs Monate bedingt

„Sie wollten vermutlich austesten, wie weit Sie gehen können und wie viel Macht Sie über das Mädchen haben“, mutmaßt Richter Gerhard Wittmann. Er verhängt über den bislang unbescholtenen Schüler wegen geschlechtlicher Nötigung und pornografischer Darstellung Minderjähriger sechs Monate bedingt (rechtskräftig).