Pegelstände in NÖ und OÖ sinken. Die Pegelstände in Niederösterreich und auch im Nachbarland Oberösterreich waren am Freitag am Sinken. Die Donau wird laut dem Hydrografischem Dienst NÖ erst vermutlich in einer Woche Mittelstand erreichen.

Erstellt am 07. Juni 2013 (12:39)
APA13098684 - 06062013 - BAD DEUTSCH-ALTENBURG - …STERREICH: Ein Schutzdamm im Kurpark aufgenommen am Donnerstag, 06. Juni 2013, in Bad Deutsch-Altenburg. Hochwasserschutzmaßnahmen finden derzeit verstärkt östlich von Wien statt. APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER
NOEN, HERBERT NEUBAUER (APA)
In Oberösterreich rechneten Hydrologen damit, das die Warnstufe am Samstag unterschritten wird. Hangrutsch- und Murengefahr gab es weiterhin in Tirol und Salzburg. So drohte im Zillertal nach wie vor ein massiver Felssturz.

Der Donau-Pegel in NÖ fiel am Freitag um drei bis sieben Zentimeter pro Stunde. Im Osten des Landes geringer, im Westen deutlicher, hieß es auf Anfrage beim Hydrografischen Dienst. Die Klassifikation laute damit auf "absinkend" oder "fallend", sagte ein Hydrologe.

"Bis zu einer Woche" bis zum Mittelwasser, Abwarten wegen Niederschlag

"Stark fallend" wären zwei Meter in 24 Stunden. Bis auf dem Strom wieder Mittelwasser erreicht wird, werde es "vermutlich bis eine Woche" dauern. Abhängig sei das natürlich auch von der Niederschlagstätigkeit in den kommenden Tagen, so der Hydrografische Dienst NÖ.

Die Pegelstände in Oberösterreich waren zuletzt sowohl an der Donau als auch an der Traun und der Enns sinkend. An der Donau rechneten die Hydrologen damit, dass die Warnstufe - sie liegt in Linz und Mauthausen bei fünf Metern - am Samstag unterschritten wird.

Der Fluss reagiert vor allem im bayerischen Abschnitt eher träge, sowohl was den Anstieg als auch des Sinken der Wasserstände betrifft. Daher tritt die Entspannung in Oberösterreich ebenfalls nur langsam ein. Der Inn in Schärding hatte am Freitag mit 4,03 Metern hingegen bereits wieder nahezu Normalhöhe.

Nächster Niederschlag droht Oberösterreich ab Sonntag

Die Meteorologen wollten für Oberösterreich vorerst keine Entwarnung geben. Für Freitag und Samstag wurde zwar sommerliches Schönwetter mit einzelnen Gewittern, die sich höchstens lokal auswirken dürften, prognostiziert. Bereits am Sonntagnachmittag oder -abend wird aber die nächste Front erwartet.

Sie kann laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Gewitter mit Hagel und abflussrelevanten Starkregenmengen bringen. Das ist vor allem deshalb problematisch, weil die Böden bereits gesättigt sind und kein Wasser mehr aufnehmen können. Es besteht daher weiterhin Murengefahr. Wetterbesserung ist erst am Dienstag in Sicht.