Luftqualität in NÖ wird besser

Luftgüte-Jahresgrenzwerte wurden an keiner der 46 niederösterreichischen Messstellen überschritten. Aber: Wiener Neudorf war Feinstaub-Problemzone.

Erstellt am 04. Januar 2022 | 08:18
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An 29 Tagen wurde in Wiener Neudorf der Feinstaub-Grenzwert überschritten. Schuld war die Errichtung der Lärmschutzwand an der A 2.
Foto: Dworak

Seit 15 Jahren war die Luftgüte in Niederösterreich nicht mehr so gut wie 2021. Das zeigt eine Auswertung des niederösterreichischen Umweltbeobachtungs- und Informationssystems NUMBIS. An allen 46 Messstellen im Land wurden die Jahresgrenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid nicht überschritten – die Mittelwerte sanken teils deutlich.

„Die gemessenen Luftgütedaten zeigen, dass die Luftqualität in Niederösterreich ausgezeichnet ist und sich die Maßnahmen des Landes wie die Förderung von E-Autos bezahlt machen“, freut sich Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Dass der Trend ein langfristiger ist und keine Corona-Folge, zeigt der Blick auf die Langzeit-Entwicklung. So sank der Feinstaubmittelwert von 29 µg/m³ im Jahr 2005 auf 19 µg/m³ im Jahr 2017 und nunmehr 16 µg/m³. Ähnlich die Entwicklung bei Stickstoffdioxid, dessen Hauptverursacher der Verkehr ist: 2005 lag der Mittelwert bei 19 µg/m³, vor fünf Jahren bei 17 µg/m³ und im Vorjahr bei 12 µg/m³.

Der Blick auf die Tagesmittelwerte zeigt allerdings, dass noch weitere Schritte notwendig sein werden. So wurde beim Feinstaub in Wiener Neudorf der Grenzwert im Vorjahr an 29 Tagen überschritten – und damit um vier Tage öfter als erlaubt (und um 22 Tage öfter als 2020). Den Grund dafür sieht man bei NUMBIS in einer Baustelle – der Errichtung der Lärmschutzwand an der A 2. In Klosterneuburg wurde der Wert an vier Tagen überschritten, in Mannswörth und Stixneusiedl insgesamt an drei Tagen.