Besondere Rücksicht am Schulweg wichtig. Mit dem Ende der Semesterferien in Wien und Niederösterreich sind hier nun mehrheitlich die Schüler wieder im Präsenzunterricht zurück, die übrigen Bundesländer folgen in den kommenden Wochen.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 08. Februar 2021 (09:06)
Symbolbild
Shutterstock.com, germip

"Damit sind vermehrt wieder Kinder zu Fuß, mit Fahrrad oder Scooter sowie mit Öffis unterwegs. Daher muss man mit mehr Schülern im Straßenverkehr rechnen und auf sie achten", macht ÖAMTC-Psychologin Marion Seidenberger aufmerksam. Sicherheitsblicke vor und beim Abbiegen, Temporeduzierung und erhöhte Aufmerksamkeit rund um Schutzwege müssen für Lenker selbstverständlich sein.

Besonders bei jüngeren Kindern sollten sich Eltern informieren, ob sich am Schulweg etwas geändert hat. "Möglicherweise fehlen gewohnte Begleitpersonen wie andere Eltern oder Schulfreunde oder es gilt neue Fahrintervalle bei den Öffis zu beachten. Dann muss man die Schulwegzeit anpassen, damit man nicht hetzen muss und genügend Zeit am Schulweg hat, um gut auf sich selbst zu achten", erklärt die Verkehrspsychologin des Mobilitätsclubs. Eltern sollten Kinder nach eingetretenen Veränderungen fragen und nach Bedarf die Weckzeit und die Morgenroutine adaptieren. "Mit jüngeren Kindern sollte man den Schulweg eventuell auch nochmals üben, falls sie ihn länger nicht mehr gegangen sind. Das gilt auch, wenn sich am Schulweg etwas geändert hat", rät Seidenberger.

Darüber hinaus appelliert die ÖAMTC-Expertin an Schüler und Eltern, das Smartphone während des Schulwegs nicht zu verwenden und eingesteckt/verstaut zu lassen. "Bei Schülern, die sich aktiv dem Handy widmen, verlängern sich Querungszeiten auf Schutzwegen aufgrund der Ablenkung. Ebenso können andere Mitverkehrsteilnehmer erst verspätet wahrgenommen werden, wenn man nicht achtsam ist", weiß Seidenberger. Außerdem ist auf gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu achten. Die ÖAMTC-Verkehrspsychologin fasst die wichtigsten Tipps zusammen:

Sehen. Reflektierende Materialien am Gewand verbessern die Wahrnehmung, damit ein sich annähernder Lenker mit seinem Lichtkegel bereits aus der Ferne einen Fußgänger oder Radfahrer im Verkehrsumfeld erkennen und auf ihn Rücksichtnehmen kann. Licht an Rad und Scooter müssen regelmäßig kontrolliert und im Schadensfall rasch getauscht werden.

Hören. Dicke Hauben, Kapuzen und hochgezogene Schals dämpfen die akustische Orientierung. Es wird dadurch schwieriger, einen herannahenden Lenker klar wahrzunehmen und darauf reagieren zu können. "Aber auch verwendete Kopfhörer erschweren eine akustische Orientierung. Besser ist es daher, auf laute Musikberieselung aus den Kopfhörern am Schulweg zu verzichten", so Seidenberger abschließend.