Biosphärenpark Wienerwald: Schützenswertes Grün. Biosphärenpark Wienerwald wird durch zwei Maßnahmen nachhaltig geschützt. Dies ist Teil des Projekts „Grüner Ring“ um Wien.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 30. April 2019 (04:30)
Quelle: Land NÖ; NÖN-Grafik: Bischof
Diese Projekte sieht das im Oktober 2018 präsentierte Gesamtprojekt „Grüner Ring“ vor.  

Die Schließung des „Grünen Rings“ um Wien geht weiter. Dieses Projekt, das die Agrar- und Grünräume um Wien nachhaltig sichern soll, wurde im Vorjahr initiiert. Die erste Leitplanung wurde Anfang April im Weinviertel gestartet. Jetzt folgt mit dem Biosphärenpark Wienerwald die nächste.

Zwei Maßnahmen für den Wienerwald

Zum einen gab es bereits eine Verschärfung des Grundverkehrsgesetzes. Weinbauflure sind jetzt bereits ab einer Größe von 1.000 Quadratmetern und nicht erst 3.000 Quadratmetern vom Grundverkehrsgesetz erfasst. Das soll Spekulation mit Weinbauflächen verhindern. In Kürze soll außerdem die Kern- und Pflegezonen-Verordnung, die nur für die 51 Gemeinden des Biosphärenparks gilt, novelliert und in der Landesregierung beschlossen werden. Rund 3.500 Hektar Fläche werden so zusätzlich einen erhöhten Schutzstatus erhalten.

Der Hintergrund: Im Wienerwald gibt es 27 Kernzonen, in denen Baulandwidmungen verboten sind. Darüber hinaus gibt es 460 Pflegezonen über 25.600 Hektar zwischen Kernzonen und Bauland. Landwirtschaft und Grünland-Nutzungen sind hier erlaubt. Jetzt wird diese Zahl auf 29.000 Hektar erhöht.

So wird künftig knapp ein Drittel der Fläche im Biosphärenpark streng geschützt. Allein in NÖ hat der Wienerwald eine Fläche von 95.100 Hektar. „Noch vor dem Sommer“ soll die nächste Leitplanung des Gerichtsbezirks Schwechat starten, verrät VP-Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf.