Prozess um tödlichen Zugunfall nahe Wiener Neustadt am 28. August. Zwei Tote hat der Zusammenstoß eines Güterzuges mit einem Messwagen Ende März in Ober-Eggendorf (Bezirk Wiener Neustadt) gefordert.

Erstellt am 18. Juli 2013 (17:00)
NOEN, APA
Der damals zuständige Fahrdienstleiter muss sich deshalb am 28. August wegen fahrlässiger Tötung (bzw. Körperverletzung) unter besonders gefährlichen Verhältnissen in Wiener Neustadt vor Gericht verantworten, berichtete der ORF NÖ am Donnerstag.

Dem 46-Jährigen werde vorgeworfen, keine Umleitung des Güterzuges veranlasst zu haben, sodass der Zug auf demselben Gleis unterwegs war wie das Messfahrzeug. Der seit dem Unfall vom Dienst freigestellte ÖBB-Mitarbeiter müsse nach wie vor psychologisch betreut werden, hieß es. Bereits am Tag nach dem nächtlichen Unglück, bei dem weiters drei Menschen verletzt wurden, hatte die Polizei menschliches Versagen als Ursache festgestellt.