Reisezeit: Eine Person – ein Pass. Die NÖN-Sicherheitstipps der Woche

Erstellt am 06. Juni 2013 (06:00)
NOEN
Sicherheitstipps
Seit 15. Juni 2012 benötigt jedes Kind für Auslandsreisen einen eigenen Pass oder einen Personalausweis, wenn dieser Personalausweis nach den Einreisebestimmungen des Gastlandes zulässig ist. Die Eintragung im Reisepass eines Elternteils gilt seit diesem Zeitpunkt nicht mehr, auch wenn der Pass noch länger gültig wäre.
  • Das Prinzip „Eine Person – ein Pass“ wurde von der Europäischen Union unter anderem als Schutzmaßnahme gegen den Kinderhandel eingeführt.
  • Die Miteintragungen der Kinder sind seit Juni 2012 automatisch ungültig, nicht aber der Reisepass für den Elternteil, dieser gilt bis zum darin angeführten Ablaufdatum.
  • Ein Pass kann bei jeder Bezirkhauptmannschaft und jedem Magistrat beantragt werden. Der Wohnsitz ist hier nicht relevant. Eine Antragstellung ist auch bei einer dazu ermächtigten Gemeinde des Wohnsitzes möglich.
  • Wird ein Reisepass beantragt, werden auf einem Chip personenbezogene Daten und ein Lichtbild gespeichert. Ab dem zwölften Lebensjahr werden auch die Fingerabdrücke darauf erfasst.
  • Gültigkeitsdauer: Ein Reisepass wird bis zu einem Alter von zwei Jahren mit einer zweijährigen Gültigkeitsdauer ausgestellt. Ab dem zweiten Geburtstag mit einer fünfjährigen und ab dem zwölften Geburtstag wird ein Erwachsenenreisepass für jeweils zehn Jahre ausgestellt.
  • Kosten: Die Ausstellung eines Reisepasses bis zum zweiten Geburtstag ist bei Erstausstellung gebührenfrei. Danach kostet er 30 Euro und ab dem zwölften Geburtstag 75,90 Euro.