Urlaubszeit? Bitte vorbereiten!. Vorkehrungen zum Schutz vor Einbrechern und eine entspannte Reise sind die halbe Miete für unbeschwerte Tage am Urlaubsort. NÖs oberster Verkehrspolizist Ferdinand Zuser und LH-Stv. Franz Schnabl empfehlen, sich rechtzeitig vor Urlaubsantritt um Heim, Auto und Reiseroute zu kümmern.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 26. Juni 2019 (11:57)
Anton Feilinger
LH-Stv. Franz Schnabl (SPÖ) mit Ferdinand Zuser, Leiter der Landesverkehrsabteilung.

Ferdinand Zuser, oberster Verkehrspolizist des Landes NÖ, rät,  vor Reiseantritt auch die persönliche Check-Liste zu ergänzen, um sein Heim zu sichern: „Einfache Dinge können Abhilfe gegen ungebetene Gäste schaffen. Die Nachbarn sollten etwa wissen, dass man die nächsten Tage nicht in der Wohnung oder im Haus ist und gegebenenfalls die Zeitungen und die Post entgegennehmen. Während der Reise sollte man sich vom unversperrten Auto möglichst nicht entfernen und Wertgegenstände, Dokumente, etc. stets sicher in einer Brusttasche unter dem T-Shirt tragen.“ 

Kinder nicht im Auto lassen

Kinder und Tiere sollten in Pausen niemals im Auto gelassen werden. Das könne, so Zuser weiter, binnen weniger Minuten zu Tragödien führen, weil Autos sich in der Sonne extrem schnell aufheizen. „Unbedingt notwendig ist eine sorgsame Überprüfung des Fahrzeuges vor Reiseantritt, um sicher am Reiseziel anzukommen“, weiß Schnabl. Die Automobilclubs – ARBÖ und ÖAMTC – bieten für ihre Mitglieder dabei immer wieder Urlaubschecks und sind mit Rat und Tat an ihrer Seite.

Da auf den Transitrouten viel Schwerverkehr unterwegs ist, wird auch der Prüfzug des Landes zur Kontrolle der Lkw eingesetzt werden, sagt Zuser. 


1000 Polizisten im Einsatz

In NÖ werden täglich rund 1.000 Polizisten im Verkehrsdienst eingesetzt, sagt Zuser: „Überwacht werden neben den Hauptverkehrs- und Transitrouten auch unfallträchtige Strecken im untergeordneten Straßennetz. Gegen Raser und Drängler, durch Telefonieren abgelenkte Lenker, aber auch Fahrzeuge mit technischen Mängeln wird konsequent eingeschritten.“ Ziel der verstärkten Überwachung ist, die Zahl der Unfälle möglichst gering zu halten. Denn gerade die Sommermonate Juli und August sind die unfallträchtigsten.

Das hängt nicht nur mit der Urlaubszeit zusammen sondern auch damit, dass die Tage länger sind. Im Sommer, so Zuser, gibt es auch den höchsten Anteil an Alkoholunfällen.

Warnung vor Trickdieben

Reisende warnt Verkehrspolizist Zuser auch vor Trickdieben, die gerne auf Rastplätzen oder an Tankstellen ihr Unwesen treiben.  "Seien sie vorsichtig, wenn sie jemand auf einen vermeintlichen Defekt an ihrem Auto aufmerksam macht." Oft werden Urlaubsreisende so in Gespräche verwickelt, während Wertgegenstände aus dem Auto gestohlen werden.

Schnabl und Zuser wünschen allen Niederösterreichern entspannte Tage an ihrem Urlaubsorten: „Ein großes ‚Dankeschön‘ allen Verkehrsteilnehmer bereits vorab für ihr umsichtiges Lenken ihres Fahrzeuges und die Einhaltung der Verkehrsregeln. Kommen Sie wohlbehalten und erholt wieder nach Hause.“