Sanierung des Marchfeldschutzdammes beendet. Ein wichtiges Projekt im Rahmen des Hochwasserschutzausbaus in Wien ist beendet: die Sanierung des Marchfeldschutzdammes am linken Donauufer. Der Damm wurde auf einer Länge von rund acht Kilometern - von der Lobau bis nach Schönau in Niederösterreich - um bis zu rund 1,5 Meter erhöht.

Erstellt am 01. März 2012 (13:58)
Zudem erfolgte der Einbau einer Dichtwand, welche die Standfestigkeit verbessert, wurde am Donnerstag in einer Pressekonferenz berichtet. 2015 soll der Hochwasserschutz in der Bundeshauptstadt fertig ausgebaut sein.

Die Stadt sei nun im Bereich des Marchfeldschutzdammes vor einem Hochwasser von bis zu 14.000 Kubikmeter pro Sekunde sicher, hieß es in einer Mitteilung. Die Ausreizung der vollen Kapazität ist statistisch gesehen jedoch nur alle paar tausend Jahre nötig. Zum Vergleich: Im Zuge des schweren Hochwassers im Sommer 2002 wurden 10.000 Kubikmeter pro Sekunde abgeführt.

Die Arbeiten am Marchfeldschutzdamm begannen 2009 und fanden immer in den Herbst- und Wintermonaten - also zur vegetationsfreien Zeit - statt, um die Flora und Fauna des angrenzenden Nationalparks Donau-Auen zu schützen. Eineinhalb Jahre nach Baustart wurden die Arbeiten nun fertiggestellt - und damit der "letzte größere Mosaikstein" unter den Maßnahmen zum verbesserten Hochwasserschutz, wie Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima (S) betonte.

Die Maßnahmen zum verbesserten Hochwasserschutz werden nach einem Zehn-Jahres-Plan abgearbeitet, berichtete Martin Jank, Geschäftsführer der städtischen Wiener Gewässer Management Gesellschaft. Viel wurde bereits getan: "Weitere große Projekte im Zuge des Plans für verbesserten Hochwasserschutz waren etwa die Erhöhung des Hafenumschließungsdamm Lobau am linken Donauufer und die Sanierung des Donaukanal-Rückstaudamms am rechten Ufer."

Was nun noch folgt: Im Bereich Albener Hafen wird das rechte Donauufer erhöht, bis zur Einmündung der Schwechat in die Donau. 2015 sollen dann die Bauprojekte rund um den Hochwasserschutz in Wien abgeschlossen sein.

Die Wiener Initiativen sind Teil eines Hochwasserschutzpakets zwischen den Ländern Wien, Oberösterreich, Niederösterreich und dem Bund. Insgesamt investiert Wien 76,8 Mio. Euro in die Projekte in der Bundeshauptstadt, die Hälfte davon zahlt der Bund. Infrastrukturministerin Doris Bures (S) unterstrich die Wichtigkeit der Maßnahmen: "Das Projekt Hochwasserschutz an der Donau ist ein Jahrhundertprojekt." Nur die Donauregulierung im 19. Jahrhundert hätte ähnliche Dimensionen für die Zukunft gehabt.