Schlepper gefasst. SOKO Ost / Ob Gesuchter, gefälschtes Dokument oder Diebsgut: Über 3.000 Fahrzeuge wurden in 5 Bundesländern, darunter NÖ, überprüft.

Erstellt am 29. Juli 2013 (12:33)
Nicht nur die Papiere – Beamte der Soko Ost schauen etwas genauer. Hier wird der Motorraum eines Mercedes durchleuchtet.BMI/Weißheimer
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Von Gila Wohlmann

Rund 350 Polizisten beteiligten sich an der 24-stündigen SOKO-Ost-Schwerpunktaktion vom 24. auf 25. Juli in Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark und Wien.

Mit Erfolg: Insgesamt 15 Festnahmen, neun (davon vier strafrechtliche und fünf fremdenrechtliche Verhaftungen) gab es allein in Niederösterreich. „Ziel war es, eine hohe Kontrolldichte auf den Hauptverkehrsrouten von Süd und West nach Ost zu erwirken, um die Kriminalität zu treffen und weitere Ermittlungsansätze zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität zu erlangen“, sagt SOKO-Ost-Sprecher Michael Takacs.

Ein besonderer Erfolg davon war der Aufgriff eines pakistanischen Schleppers auf der A 2 im Bereich Baden, in dessen Auto sich ein Geschleppter befand, zwei weitere Illegale wurden in der Nähe aufgegriffen. Der Schlepper führte außerdem gefälschte Dokumente mit sich.

Zivile und Uniformierte prüfen 3.000 Fahrzeuge

Die Einsatzörtlichkeiten der Schwerpunktaktion wurden nach einer ausführlichen Analyse durch das Bundeskriminalamt festgelegt. Dabei wurden Kontrollpunkte auf Hauptverkehrsadern durch uniformierte Einsatzkräfte und Nebenverkehrsverbindungen durch zivile Einsatzkräfte besetzt. Spezialisten der Landeskriminalämter und AMG-Dienststellen (Ausgleichsmaßnahmen) unterstützen die Einsatzkräfte.

Bei den Personen- und Fahrzeugkontrollen wurden sieben Personen angehalten und einer sofortigen Vernehmung im Zusammenhang mit Straftaten zugeführt, gegen drei Personen bestand eine Aufenthaltsermittlung. Die Nachbarstaaten Slowakei und Ungarn beteiligten sich mit sogenannten „gemischten Polizeistreifen“. Takacs: „Größtenteils wurden gefälschte oder verfälschte Dokumente, Waffen und diverses Diebesgut sichergestellt.“ Mehr als 3.000 Fahrzeuge wurden in diesen 24 Stunden überprüft.