Schlepper in NÖ gestoppt. In Stockerau (Bezirk Korneuburg) ist ein 25-jähriger Russe angehalten worden, der eine tschetschenische Familie nach Österreich geschleppt haben soll. Sein Pkw mit polnischem Kennzeichen wurde Sonntag früh im Zuge einer Streifenkontrolle gestoppt.

Erstellt am 18. Juli 2011 (10:55)
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Wie die Sicherheitsdirektion am Montag berichtete, dürfte er die sechs Personen für 500 Euro von Polen mit dem Auto nach Österreich gebracht haben.

Bei der Kontrolle fiel den Beamten auf, dass die sechs mitfahrenden Insassen, zwei Erwachsene im Alter von 26 und 32 Jahren sowie ihre vier Kinder im Alter von einem bis neun Jahren, nur polnische Asylkarten als Dokumente vorweisen konnten. Die Personen wurden daher einer genaueren Überprüfung unterzogen, der 25-Jährige festgenommen.

Die Tschetschenen gaben bei den Einvernahmen laut Polizei an, zunächst mit der Eisenbahn von ihrer Heimat nach Weißrussland und zur polnischen Grenze gereist zu sein. Im Zug hätten sie den Schlepper namens "Adam" getroffen. Weil sie in Polen von der Grenzpolizei kontrolliert wurden, hätten sie dort um politisches Asyl angesucht. Am Samstagabend seien sie dann schließlich mit dem Pkw des 25-Jährigen in Richtung Österreich gestartet.

Der Verdächtige bestreitet die Vorwürfe. Er will die Familie zufällig auf einem Rastplatz in Tschechien getroffen und aus Mitleid mitgenommen haben. Er wurde in die Justizanstalt eingeliefert. Die Familie wurde in Traiskirchen untergebracht.