28 Flüchtlinge bei Kaltenleutgeben ausgesetzt. Traurig, aber wahr. Der Bereich Kaltenleutgeben ist am Mittwochfrüh erneut zur Endstelle einer offensichtlichen Schlepper-Odyssee geworden.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 23. Oktober 2019 (17:54)
APA (Archiv)
Das BFA bedaure die sprachlichen Verfehlungen sehr, wurde betont

16 Flüchtlinge wurden in der Vorwoche in Kaltenleutgeben aufgegriffen - die NÖN berichtete auch online; dieses Mal waren es noch mehr: 28 Personen aus Somalia, Bangladesh, Indien und Afghanistan haben sich von Sulz aus den Weg über Kaltenleutgeben Richtung Wien gebahnt. Sie fragten in Autostopp-Manier "Vienna?", sollen Zeugenschilderungen zufolge auch in Linienbusse eingestiegen sein, und lösten einen Polizeigroßeinsatz aus. Eine Kaltenleutgebnerin schildert die Situation im NÖN-Gespräch als "beängstigend. Überall waren Fremde, fragten, wie sie nach Wien kommen - und das in der Morgenspitze während des Schülerverkehrs. Sicher hab ich mich nicht gefühlt".

Die Asylwerber wurden zur Erstaufnahmestelle nach Schwechat gebracht, wo alle Daten der illegal Eingereisten aufgenommen werden. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) entscheidet dann über die weitere Vorgangsweise mit den Flüchtlingen. 

Bezirkspolizeikommandant Oberst Peter Waldinger wird nun auf eine Überwachungsoffensive setzen, das Landeskriminalamt macht sich auf die Suche nach den Hintermännern (=Schleppern).,