Winter kehrt zurück: Zahlreiche Verkehrsunfälle in Niederösterreich

Aktualisiert am 03. April 2022 | 15:30
Lesezeit: 3 Min
Winterliche Fahrbahnverhältnisse sorgten ab Samstag-Abend für zahlreiche Verkehrsunfälle in ganz Niederösterreich.
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Ein Hotspot war der Süden des Bundeslandes, wo die Feuerwehren zu gleich mehreren Fahrzeugbergungen ausrücken mussten. In der Semmering-, Wechsel- und Rax-Region ereigneten sich einige Unfälle, sagte der FF-Kommandant des Bezirks Neunkirchen, Josef Huber, am Sonntag auf Anfrage.

Teilweise galten laut Polizei Schneekettenpflicht für Lkw und Fahrverbote für Sattelkraftfahrzeuge. Bei allen Unfällen blieb es glücklicherweise nur bei Blechschäden. 

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Einsatzstellen aus Edlitz und Krumbach
Foto: EINSATZDOKU - Lechner

Ein Crash ereignete sich in den Sonntag-Morgenstunden auch auf der B25 bei Mühling (Bezirk Scheibbs): Eine Lenkerin dürfte die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren haben und prallte gegen die Leitschiene. Die Frau blieb zum Glück unverletzt. Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Wieselburg führte die Fahrzeugbergung durch und reinigte die Fahrbahn.

DOKU-NÖ
PKW gegen Leitschiene auf der B25
Foto: DOKU-NÖ

Die Neuschneemengen reichten am Sonntag von bis zu zehn Zentimetern im Industrieviertel (Aspang) über 15 Zentimeter im Waldviertel (Spitz) bis zu 20 Zentimetern im Mostviertel (Scheibbs). Für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen bestand Kettenpflicht auf der B20 über den Josefsberg und Annaberg sowie der B21 über den Ochsattel. Kettenpflicht für Kfz über 3,5 Tonnen sowie Fahrverbot für Sattelkraftfahrzeuge galt auf der B21 über das Gscheid und auf der B23 über den Lahnsattel. Im Raum Mödling, Aspang, Hollabrunn, St. Peter/Au (Bezirk Amstetten) sowie in Ottenschlag und Weitra im Waldviertel kam es abschnittsweise zu Schneeverwehungen. Die erforderlichen Räum- und Streueinsätze waren überall im Gange, teilte das Amt der Landesregierung mit.

Die Lawinengefahr in den Ybbstaler Alpen, im Gippel-Göllergebiet und in der Rax-Schneebergregion wurde oberhalb der Waldgrenze als mäßig (Stufe 2 von 5) bewertet, ansonsten herrschte geringes Risiko. Aufgrund von Triebschnee besonders in Ost- bis Südexpositionen hinter Geländekanten sowie in Rinnen und Mulden "kann ein kleines Schneebrett bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden", teilte der Warndienst mit. In Gipfelbereichen bestehe durch die harte bis eisige Oberfläche Absturzgefahr, dazu herrsche schlechte Sicht.

Bremsmanöver endete im Straßengraben

In Waidhofen an der Thaya landeten Autos im Straßengraben. Am Samstagabend war ein Pkw von der schneeglatten L60 abgekommen. Das Kfz blieb seitlich im Graben liegen, die beiden Insassen konnten den Wagen laut FF Waidhofen a.d. Thaya nicht verlassen.

Der Lenker konnte sich mit Hilfe von Ersthelfern befreien. Die Feuerwehr brachte die Beifahrerin in Sicherheit, beide Insassen wurden dem Rettungsdienst zur Kontrolle übergeben.

Sonntagfrüh geriet ein laut FF mit zwei jungen Männern besetzter Pkw bei einem Bremsmanöver auf der B36 ins Schleudern und rutschte in den Straßengraben. Die Insassen blieben unverletzt. In beiden Fällen wurden die Autos von der Feuerwehr geborgen und abtransportiert.

Bremsmanöver endet im Straßengraben
FF Waidhofen/Thaya im Bergeeinsatz
Foto: Freiwillige Feuerwehr Waidhofen/Thaya

Auch in den Bezirken Gmünd und Lilienfeld waren die Einsatzkräfte gefordert: