Niederösterreicher stürzte 80 Meter im Höllengebirge ab

Ein 72-jähriger Niederösterreicher ist Samstagfrüh rund 80 Meter über felsdurchsetztes, steiles Gelände des Höllengebirges in Oberösterreich abgestürzt. Der Senior verletzte sich dabei schwer und wurde vom Notarzthubschrauber ins Landeskrankenhaus Salzburg geflogen.

APA / NÖN.at Erstellt am 26. Juni 2021 | 19:05
Notarzthubschrauber Christophorus
Foto: NOEN

Insgesamt hatten sich an der Rettung neben der Crew des Notarzthubschraubers und eines Polizeihubschraubers weitere 17 Bergretter aus Ebensee und zwei Alpinpolizisten aus Gmunden beteiligt.

Der Mann aus dem Bezirk Amstetten war laut Landespolizeidirektion Oberösterreich gegen 08:30 Uhr gemeinsam mit seinem Enkelsohn und zwei Bekannten mit der Seilbahn auf den Feuerkogel gefahren. Von dort begab sich die vierköpfige Gruppe zu Fuß weiter zum Einstieg des sogenannten "HTL-Wels-Klettersteigs".

Um dorthin zu gelangen, folgt man zuerst einem Weg zum Gipfel des Alberfeldkogels, ehe man zu einem Steig bergab abbiegt und über steiles Gelände zum Einstieg kommt. Beim Abstieg stürzte der 72-Jährige rund 80 Meter ab und blieb schwerverletzt liegen. Der Enkel stieg sofort zu ihm ab und fixierte ihn, um ihn vor einem weiteren Absturz zu sichern. Die zwei weiteren Begleiterinnen alarmierten umgehend die Bergrettung Ebensee.

Neben dem Polizeihubschrauber "Libelle" wurde auch der Notarzthubschrauber "Martin 3" zum Einsatzort gerufen. Aufgrund des Hochnebels gestaltete sich die Rettung des Verletzten zunächst schwierig. Der Polizeihubschrauber flog die Rettungskräfte zu einem nebelfreien Platz im Bereich des Alberfeldkogelgipfels, die sofort zum Verletzten abstiegen. Während der Erstversorgung lichtete sich der Hochnebel, wodurch die Tau-Rettung vom Notarzthubschrauber durchgeführt werden konnte. Mit schweren Verletzungen wurde der Verunglückte schließlich in das Landeskrankenhaus Salzburg geflogen.