Serbische Schlepperbande in U-Haft. Ein Schlag gegen eine serbische Schleppergruppe ist dem Landeskriminalamt Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem Burgenland und dem Bundeskriminalamt gelungen.

Erstellt am 28. März 2011 (15:35)
Drei Männer und eine Frau sollen als Teil einer Schlepperorganisation für die Unterbringung und den Transport von etwa 450 illegalen Migranten von Serbien nach Ungarn und in weiterer Folge in den mitteleuropäischen Raum von Juni bis Dezember 2010 verantwortlich sein. Sie befinden sich in U-Haft.

Wie die Sicherheitsdirektion am Montag berichtete, gilt als Hauptbeschuldigter ein 28-jähriger Besitzer von vier Fahrzeugen, der die Zuführung von Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern nach Subotica (Serbien) organisiert haben soll. Für die Unterbringung und Verpflegung sollen erhebliche Beträge verrechnet worden sein, eine sichergestellte Buchhaltung belege die Unterbringung von 450 Personen. Von Subotica wurden die Geschleppten zu Fuß über die ungarische Grenze und dann in Fahrzeugen vor allem nach Österreich und Italien gebracht.

Den vier Beschuldigten sei die Schleppung von 335 Personen nachgewiesen worden, der daraus errechnete Gewinn betrage 70.000 Euro. Die Festnahmen im Burgenland sowie im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen durch die Polizeiinspektion Schwechat waren bereits im Dezember erfolgt, der Hauptverdächtige sei geständig. Der Sachverhalt wurde der Staatsanwaltschaft Eisenstadt angezeigt.