So kam es beinahe zum flächendeckenden Stromausfall

Erstellt am 25. März 2021 | 11:36
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Strom
Symbolbild
Foto: Shutterstock.com/Menna
Das Jahr 2021 begann mit einem Stresstest für die Stromversorgung Europas. Ein regionaler Stromausfall in Rumänien machte auch den Stromversorgern im fast 650 Kilometer weit entfernten Niederösterreich zu schaffen. Wie es dazu kam und welche Ereignisse zum Beinah-Blackout führten, präsentiert den NÖN-Lesern ein Video von Austrian Power Grid (APG).
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Der 8. Jänner 2021 war eine Bewährungsprobe für die Elektrizitätsversorger Europas. Der Kontinent schrammte nur knapp an einem Blackout vorbei. Der Grund dafür war ein regionaler Stromausfall in Siebenbürgen (Rumänien), der zu Unterfrequenz in ganz Europa führte. Im Zuge dessen fiel der Strom in mehreren europäischen Staaten aus. In Österreich waren die „System Operators” im Wiener „APG-Kontrollzentrum” federführend an der Störungsbehebung beteiligt. Alleine aufgrund der raschen Reaktion und guten Zusammenarbeit aller nationalen Netzbetreiber wurden großflächige Stromausfälle verhindert.

Eine sichere Stromversorgung ist nicht selbstverständlich. Gerhard Christiner, Technikvorstand der APG, bringt die wesentlichen Anforderungen der Zukunft auf den Punkt: „Wenn der gesamte Strombedarf aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll – in Österreich bis 2030, europaweit bis 2050 – erfordert das unbedingt einen beschleunigten Ausbau der Strominfrastruktur, gesamtsystemische Planungsansätze sowie die Nutzung neuer Flexibilitätsoptionen in Sektoren wie Gewerbe und Industrie. Schaffen wir den benötigten Netzausbau und –umbau sowie die Nutzung von Plattformtechnologien nicht, stehen die sichere Stromversorgung Österreichs und die gesamte Energiewende am Spiel, weil der erneuerbare Strom dann nicht bundesweit verteilt werden kann.“