Bundesheerboot-Unfall in Hainburg: Prozess startet. Unteroffizier wegen fahrlässiger Gemeingefährdung angeklagt. Hauptverhandlung am Montag am Bezirksgericht Bruck an der Leitha.

Von APA Red. Erstellt am 12. Mai 2019 (21:30)
APA
Der Platz des Angeklagten im Gerichtssaal

Nach dem Unfall mit einem Pionierboot am 1. September 2018 auf der Donau bei Hainburg steht ein Unteroffizier des Bundesheeres am Montag vor dem Bezirksgericht Bruck an der Leitha. Der Angeklagte wird sich laut seinem Rechtsanwalt schuldig zum Vorwurf der fahrlässigen Gemeingefährdung bekennen. Zwei Frauen im Alter von 18 und 22 Jahren mussten reanimiert werden.

Das Unglück ereignete sich im Rahmen des Girls' Camp, eines Schnupperwochenendes beim Bundesheer. Das Boot mit dem Unteroffizier als Steuermann war mit 13 Personen - acht Teilnehmerinnen und fünf Soldaten - besetzt, als es kenterte. Zwei Frauen gerieten unter das Wasserfahrzeug. Sie wurden in Wiener Krankenhäuser geflogen. Laut einem Gutachten wäre der Unfall zu verhindern gewesen, wenn der Bootsführer nach dem Eintauchen des Bugs den Schub zurückgenommen hätte. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Beschuldigten bis zu einem Jahr Haft oder eine Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen.