SOS Mitmensch gegen "Migrationshintergrund". Die NGO SOS Mitmensch findet, dass der Begriff "Migrationshintergrund" von Seiten der Politik zu oft und meistens falsch bzw. missbräuchlich verwendet wird. Aus Protest dagegen wird nun eine Petition unter dem Motto "Stopp dem falschen Gerede vom 'Migrationshintergrund'" lanciert, teilte die Organisation am Montagabend mit.

Erstellt am 27. März 2012 (09:43)

Die NGO SOS Mitmensch findet, dass der Begriff "Migrationshintergrund" von Seiten der Politik zu oft und meistens falsch bzw. missbräuchlich verwendet wird. Aus Protest dagegen wird nun eine Petition unter dem Motto "Stopp dem falschen Gerede vom 'Migrationshintergrund'" lanciert, teilte die Organisation am Montagabend mit.

Man will damit gegen ein Auseinanderdividieren von gesellschaftlichen Gruppen auftreten, denn es gebe "keine Neben- oder Untergesellschaft der 'Menschen mit Migrationshintergrund'", heißt es in der Aussendung. Es sei nicht legitim, Menschen aufgrund ihres Geburtsortes oder des Geburtsortes ihrer Eltern "in einen Topf zu werfen", heißt es im Petitionstext. Die vermeintliche "Gruppe" dieser Personen sei konstruiert, argumentiert SOS Mitmensch. Und Zweck dieser Konstruktion sei es lediglich, es der Politik zu ermöglichen, ihre Verantwortung für diverse Probleme abzuschieben. Zudem sei es "Missbrauch von Lebensgeschichten", wenn Menschen auf ihre Herkunft reduziert würden, heißt es weiter. "Alle Menschen sollen selbst bestimmen, ob und wann sie ihren Migrationshintergrund in den Vordergrund rücken."