"Sabine" fegte durch Niederösterreich. Eine Sturmwarnung für weite Teile Niederösterreichs gab es am Montag wegen des Tiefs "Sabine" - besonders betroffen waren das Wald- und Mostviertel:

Von Eva Hinterer. Update am 10. Februar 2020 (16:28)

Am Vormittag hatte Sturmtief Sabine das komplette Waldviertel erfasst; auf der Warnseite des Instituts für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) waren alle vier Bezirke sowie Krems-Land und Teile der Bezirke Melk und Amstetten rot eingefärbt. Rot bedeutet die höchste Warnstufe.

Die Franz-Josefs-Bahn wurde "wegen Unwetterschäden" im Abschnitt Göpfritz - Ceske Velenice gesperrt, berichteten die ÖBB auf ihrer Website. Beim Bahnhof Pürbach war ein Baum in die Oberleitung gestürzt, teilte Christopher Seif von den Bundesbahnen mit, die Zugpassagiere mussten evakuiert und die Bahn gesperrt werden. 

Verletzte habe es nicht gegeben. Laut Christopher Seif von den Bundesbahnen befanden sich 20 Passagiere in dem Zug. Die ÖBB richteten für den blockierten Streckenabschnitt einen Schienenersatzverkehr ein.

In Perndorf bei Schweiggers wurde ein Hausdach vom Sturm abgedeckt. Rund 5.000 Haushalte waren in Niederösterreich ohne Stromversorgung gewesen. Am Nachmittag hatte sich die Lage nach Angaben von EVN-Sprecher Stefan Zach etwas entspannt.

Im Waldviertel forderte der Sturm auch den NÖ Straßendienst. Etwa 100 Mitarbeiter rückten aus. Gesperrt waren auch die L67 bei Germanns (Bezirk Zwettl) und die B32 bei Altpölla - beide wegen umgestürzter Bäume.

Die Feuerwehr warnte vor Aufenthalten im Freien, besonders Parks und Wälder sollten gemieden werden. Auch Autofahrten sollten, so das möglich ist, verschoben werden.

In den personell verstärkten Alarmzentralen in Zwettl und Gmünd läuteten nach Angaben des Sprechers im Minutentakt die Notruftelefone. Einsatzfahrzeuge wurden u.a. auch mit Motorsägen ausgerüstet.

Zahlreiche Flüge fielen aus

Laut ÖBB kam es im Fernverkehr zwischen Deutschland, Tschechien und Österreich wegen "Sabine" zu starken Einschränkungen, am Vormittag wurden vom Flughafen Wien in Schwechat 31 ausgefallene von über 600 geplanten Flügen vermeldet, 14 Abflüge und 17 Ankünfte waren betroffen, sagte ein Sprecher.