Neustart und Frauenhaus: Vereint gegen Gewalt

Erstellt am 27. Januar 2022 | 02:48
Lesezeit: 2 Min
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Frauenhaus-Leiterin Olinda Albertoni und Alexander Grohs: Kooperation mit dem Ziel einer besseren Prävention.
Foto: Neustart
Verein Neustart und Frauenhaus St. Pölten arbeiten künftig eng zusammen.
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„Im Frauenhaus St. Pölten werden immer häufiger Betroffene in Hochrisikosituationen aufgenommen, weshalb die rasche Risikoeinschätzung und Sicherheitsplanung gemeinsam mit Neustart und die gute Kooperation mit der Polizei die Basis für den bestmöglichen Schutz der Gefährdeten bilden“, sagt Frauenhaus-Leiterin Olinda Albertoni. 18 Frauen und ihre Kinder finden im Frauenhaus St. Pölten Platz.

Und obwohl der Ort sicher ist, werden manche der Frauen von außen unter Druck gesetzt: Männer versuchen, ins Haus einzudringen oder passen ihre (Ex-)Partnerinnen davor ab. Um hier schnell reagieren zu können, tauscht man sich jetzt aus – das Einverständnis der Betroffenen vorausgesetzt. Die Kooperation resultiert aus der seit 1. September verpflichtenden Gewaltberatung für Gefährder. Rund 300 Personen werden in diesem Rahmen aktuell von Neustart betreut.

„Es ist notwendig, dass es einen Austausch bei gemeinsamen Fällen mit dem Opferschutz gibt. Damit können blinde Flecken in der Betreuung besser vermieden werden“, sagt Neustart-Leiter Alexander Grohs.

Für Kooperationen mit den fünf anderen Frauenhäusern in Niederösterreich sei man offen, versichert Grohs.