St. Pöltner SPÖ trotz Verlusten weiter klar vorne. Die SPÖ bleibt trotz Verlusten bei der Gemeinderatswahl am Sonntag die klare Nummer eins in St. Pölten. Die Sozialdemokraten erreichten laut dem vorläufigen Endergebnis bei einem Minus von 2,85 Prozentpunkten 56,76 Prozent und 25 (26) der 42 Mandate, die zu vergeben waren. Die ÖVP legte 1,07 Prozentpunkte zu und verbuchte 25,29 Prozent oder elf (zehn) Sitze im Gemeinderat.

Erstellt am 03. Juli 2011 (21:10)

Die SPÖ bleibt trotz Verlusten bei der Gemeinderatswahl am Sonntag die klare Nummer eins in St. Pölten. Die Sozialdemokraten erreichten laut dem vorläufigen Endergebnis bei einem Minus von 2,85 Prozentpunkten 56,76 Prozent und 25 (26) der 42 Mandate, die zu vergeben waren. Die ÖVP legte 1,07 Prozentpunkte zu und verbuchte 25,29 Prozent oder elf (zehn) Sitze im Gemeinderat.

Gewinner des Wahlsonntags in der niederösterreichischen Landeshauptstadt war die FPÖ, die auch dank der Rückkehr von Hermann Nonner (er hatte 2006 mit einer eigenen Liste kandidiert und war auf 2,41 Prozent gekommen) ihr Ergebnis aus dem Jahr 2006 von 5,68 auf 10,71 Prozent (zweitbestes Resultat aller Zeiten) beinahe verdoppelte. Die Mandatszahl erhöhte sich von zwei auf vier. Die Freiheitlichen sind in St. Pölten erstmals seit 1996 wieder die dritte Kraft.

Die Grünen fielen auf Rang vier zurück und büßten außerdem einen ihrer bisher drei Sitze im Rathaus ein. Sie erreichten bei einem Minus von 2,33 Prozentpunkten nur mehr 4,88 Prozent. Die "Bürgerliste - Für St. Pölten", die Unabhängige Bürgerplattform "Wir für St. Pölten" und die Christliche Partei Österreichs schafften den Einzug in den Gemeinderat nicht.

Nur mehr 58,01 Prozent der Stimmberechtigten machten von der Möglichkeit Gebrauch, über die Zukunft St. Pöltens in den kommenden fünf Jahren mitzubestimmen. Schon 2006 waren 68,12 Prozent ein Minuswert gewesen.

Die SPÖ habe trotz des Antretens von sieben Listen die absolute Mehrheit deutlich gehalten, zeigte sich der seit 2004 amtierende Bürgermeister Matthias Stadler zufrieden. "Fast 57 Prozent" seien "ein sehr gutes Ergebnis".

Prozentuell zweistellig und vier Mandate seien die "Vorgabe" gewesen, das Abschneiden sei daher "erwartungsgemäß", stellte FPÖ-Nonner nüchtern fest. In fünf Jahren soll die "Absolute" der SPÖ geknackt werden.