41 Prozent der Verurteilten waren Ausländer. In Österreich gab es laut Sicherheitsbericht 30.450 Verurteilungen. Die Zahl ist rückläufig.

Erstellt am 21. Januar 2018 (15:42)
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Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger, die von einem österreichischen Gericht wegen Vergehen bestraft werden, ist hoch. Insgesamt lag der Anteil der Ausländer, die rechtskräftig verurteilt wurden, im Jahr 2016 bei 41,1 Prozent. In absoluten Zahlen sank aber die Zahl der verurteilten ausländischen Staatsbürger auf 12.520 Personen gegenüber 12.857 Ausländern im Jahr 2015. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 17.930 Österreicher rechtkräftigt verurteilt, auch deren Zahl ist gegenüber 2015, als 19.261 Österreicher schuldig gesprochen wurden, gesunken. Diese Daten listet die Justiz für den Sicherheitsbericht auf, der nunmehr dem Nationalrat übermittelt wurde.

Insgesamt wurde nämlich im Jahr 2016 ein Rückgang bei allen Verurteilungen um 5,2 Prozent wegen strafrechtlicher Delikte verzeichnet. Vor österreichischen Gerichten gab es demnach 30.450 Verurteilungen. 2015 hatte waren es  noch 32.118 Verurteilungen gewesen. 2012 war die Zahl sogar bei 35.541 Verurteilungen gelegen.

Mehr Ausländer in Gefängnissen

Eine der Folgen der hohen Zahl verurteilter ausländischer Täter ist, dass auch der Anteil ausländischer Häftlinge in den österreichischen Justizanstalten hoch ist. Diese Entwicklung hat sich seit der Öffnung der Ostgrenzen in den 1990er Jahren herauskristallisiert. Im Jahr 2016 überwog der Anteil ausländischer Gefangener in heimischen Gefängnissen. Von den insgesamt 8825 Inhaftierten in Österreichs Justizanstalten waren nach den Zahlen der Justiz im Sicherheitsbericht 4793 Ausländern gegenüber 4032 Österreichern.

Insgesamt gestiegen ist die Zahl der Personen mit elektronisch überwachtem Hausarrest mit der sogenannten Fußfessel. Mit Stichtag 1. Jänner 2017 wurden 303 Personen mittels Fußfessel überwacht. Ein Jahr zuvor waren es 277 Personen gewesen.