Vermisste Wienerin: Wald wurde abgesucht. Eine Spur im Fall der seit Jänner vermissten Jennifer Scharinger führte die Ermittler aus Wien in den Hollabrunner Wald.

Von Sandra Frank. Erstellt am 24. Juli 2018 (12:10)
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Jennifer Scharinger wird vermisst.

Die Wienerin Jennifer Scharinger wird vermisst, und das seit Anfang des Jahres. Auf Facebook häuften sich die Aufrufe, dass die 22-jährige Jus-Studentin zu ihrer Familie zurückkommen solle. Seit 22. Jänner gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihr. „Jenni ist politisch interessiert, sie versäumt keine Wahl, es muss etwas passiert sein!“, schreibt eine Verwandte auf der Social-Media-Plattform.

Das Landeskriminalamt Wien ermittelt in dem Fall der 22-Jährigen. Gezielte Suchaktionen seien dabei Bestandteil der Untersuchungen, wie Wiens Landespolizei-Sprecher Paul Eidenberger gegenüber der NÖN betont. Eine solche Suchaktion mit Spürhunden habe im Hollabrunner Wald stattgefunden. „Aber auch in anderen Gebieten“, so Eidenberger. Ob die Suchaktion in Hollabrunn etwas ergeben hat oder ob sie wiederholt werden müsse, ließ er unkommentiert. Nur so viel: „Wenn nötig, werden Suchen wiederholt, intensiviert, ausgeweitet oder eingeschränkt.“

Bei jedem Abgängigkeitsfall sei es ebenso Routine, dass in Richtung einer Straftat ermittelt werde. „So etwas kann man ja nicht ausschließen.“ Konkreten Verdacht gebe es im Fall von Jennifer Scharnger aber keinen. Eine Straftat stehe derzeit ebenso noch im Raum, wie ein Suizid und auch, dass sich die 22-Jährige einfach abgesetzt hat. „Letzteres kommt äußerst selten vor“, so der Polizeisprecher.

„Wir haben die Information bekommen, dass seitens der Polizei im Hollabrunner Wald nach der Vermissten gesucht wird“, erinnert sich Karl Riepl, als Stadtrat für den Wald zuständig, dass auch die Gemeinde kontaktiert wurde. Das sei allerdings schon länger her.