Coronavirus: Chronologie einer Pandemie.

Von L. Röhrer und C. Haiderer. Update am 27. März 2020 (15:56)
Symbolbild
Lightspring, Shutterstock.com

Freitag, 27. März: Freitag früh zählte man in Niederösterreich noch 992 Fälle. Am späten Vormittag war die Zahl dann bereits erstmals über 1.000 Fälle gestiegen. Um 15 Uhr lag sie bei 1.147.

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Seit zwei Wochen ist die Online-Bibliothek des Landes NÖ kostenlos nutzbar. Seit dem haben sich über 5.000 neue Nutzer angemeldet.

Donnerstag, 26. März: In NÖ steigt die Zahl der bestätigten Fälle auf 920. Bisher konnten mehr als 600 Landsleute nach Niederösterreich heimgeholt werden.

Mittwoch, 25. März: Im Bundesland klettert die Gesamtzahl der Fälle auf 754. Mittlerweile müssen 107 Niederösterreicher wegen Covid-19 im Krankenhaus stationär behandelt werden. 

Dienstag, 24. März:  In Niederösterreich steigt die Zahl der Erkrankten auf 610.

Montag, 23. März: Aus Niederösterreich werden am Montag-Früh 512 Infizierte gemeldet. Der Bezirk Horn ist der einzige, aus dem bisher keine Infektionen gemeldet wurden.

Seit heute müssen sich außerdem alle, die aus Inlands-Risiko-Gebieten (darunter Orte in Salzburg, Vorarlberg sowie das gesamte Land Tirol) nach Niederösterreich zurückkehren, in eine zweiwöchige Pflicht-Quarantäne begeben. Die Bezirkshauptmannschaften erlassen entsprechende Verordnungen.

Sonntag, 22. März: Die Zahl der Corona-Infizierten klettert in Niederösterreich auf 446. 

Samstag, 21. März: 392 Niederösterreicher sind positiv auf das Virus getestet.

Freitag, 20. März: In Niederösterreich gibt es inzwischen 355 Corona-Fälle.  Zwei Personen sind hierzulande heute an dem Virus verstorben - eine 96-Jährige im Krankenhaus Melk, ein 81-Jähriger im Universitätsklinikum
St. Pölten. Die Regierung verlängert außerdem die Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen. Die Ausgangsbeschränkungen gelten nun bis inklusive Ostermontag, 13. April. 

Donnerstag, 19. März: Ab heute sind zur Eindämmung des Coronavirus auch Rehakliniken und Kuranstalten geschlossen, ebenso Thermen. Auf Kur oder Reha befindliche Patienten müssen Donnerstagmittag nach Hause. Die Zahl der positiv Getesteten hat sich hierzulande im Vergleich zu gestern um 44 Personen erhöht. Insgesamt sind nun 283 Niederösterreicher mit dem Coronavirus infiziert. 

Menschen, die mit dem Flugzeug nach Österreich einreisen, müssen sich nun außerdem in eine zweiwöchige Quarantäne begeben.

Quellen: NÖ Landesregierung/APA; Foto: ffikretow@hotmail.com/Shutterstock.com; NÖN-Grafik: Bischof
Foto: ffikretow@hotmail.com/Shutterstock.com

Mittwoch, 18. März: In Niederösterreich gibt es den ersten Todesfall. Ein 76-Jähriger ist im Krankenhaus Melk am Coronavirus verstorben. Außerdem steigen die Zahlen weiter an: Aktuell sind bereits 239 Niederösterreich positiv getestet.

Dienstag, 17. März: Bildungsminister Heinz Faßmann kündigt die Verschiebung der Zentralmatura an. Starten soll sie frühestens am 18. Mai – also zwei Wochen später als geplant. 181 Niederösterreicher sind mit dem Coronavirus infiziert. Der Flughafen Wien-Schwechat steht vor der Schließung des Regulärbetriebs.

Montag, 16. März: Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus treten in Kraft. Auch in Niederösterreich herrscht weitgehend Stillstand. Die Schulen und Kindergärten bleiben den ersten Tag geschlossen, ebenso die Bürgerservicestellen des Landes und der Bezirkshauptmannschaften. Immer mehr Arbeitnehmer steigen auf Homeoffice um. Die Zahl der Fälle steigt gleichzeitig weiter an: Positiv getestet sind hierzulande aktuell 155 Personen.

Sonntag, 15. März: Ein Versammlungsverbot wird angekündigt. Restaurants, Bars und Kaffeehäuser werden geschlossen. In Tirol gilt Ausgangssperre. Zivildiener sollen den Sanitäts- und Pflegebereich verstärken. In Niederösterreich sind mittlerweile 111 Menschen infiziert.

Samstag, 14. März: Die Regierung verkündet ein Vier-Milliarden-Euro-Paket für Betriebe und Jobs. Der Nationalrat beschließt dazu am Wochenende die notwendigen Gesetze.

Freitag, 13. März: Die Bundesregierung präsentiert das dritte Maßnahmen-Paket gegen die Corona-Krise. Dadurch soll das soziale Leben in Österreich in den kommenden Wochen auf das Minimum heruntergefahren werden. Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündet, dass Geschäfte geschlossen bleiben sollen. Eine Ausnahme bilden nur Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Banken, Post, Trafiken, Tankstellen und der Tierfutterhandel. Erste Orte, das Paznauntal und St. Anton am Arlberg in Tirol, stehen unter Quarantäne. Eine positive Nachricht kommt gleichzeitig dazu aus dem Bezirk Korneuburg: Zwei Erkrankte sind wieder genesen.

Donnerstag, 12. März: In Niederösterreich werden Besuche in Kliniken, Pflegezentren und Behinderteneinrichtungen verboten. In Kliniken sollen nicht dringende Operationen verschoben werden, um die Ressourcen für mögliche Infizierte zu erhalten. Für Polizisten wird eine Urlaubssperre verhängt.

11. – 12. März: In der Nacht verstirbt der erste Mensch in Österreich an dem neuartigen Virus.

Mittwoch, 11. März: Die Weltgesundheitsorganisation stuft den COVID-19-Ausbruch als Pandemie ein, aufgrund der Geschwindigkeit und des Umfangs der Übertragung.

Dienstag, 10. März: Die Bundesregierung setzt die ersten Maßnahmen: Größere Veranstaltungen werden untersagt. Eine Einreise aus Italien ist nur mehr mit ärztlichem Attest gestattet. Österreicher, die in Italien sind, werden zurückgeholt. Universitäten und Fachhochschulen sollen geschlossen werden. Die Zahl der positiv Getesteten ist in Niederösterreich auf 39 angestiegen.

Samstag, 7. März: Das Virus beginnt sich auszubreiten: Nicht mehr nur der Bezirk Korneuburg, sondern auch andere Bezirke Niederösterreichs sind betroffen.

Donnerstag, 5. März: In Niederösterreich gibt es mittlerweile 12 Fälle.

Dienstag, 3. März: Getestet wird in Niederösterreich nicht mehr nur in Spitälern, sondern auch von mobilen Teams.

Samstag, 29. Februar: In Niederösterreich werden die ersten zwei Fälle positiv getestet: Ein Ehepaar aus dem Bezirk Korneuburg wird positiv auf das Coronavirus getestet.

Freitag, 28. Februar: Mehrere Schüler und Lehrer des Erzbischöflichen Gymnasiums in Hollabrunn werden unter Quarantäne gestellt, weil ein Schüler aus Wien positiv auf das neuartige Virus getestet wurde.

Dienstag, 25. Februar: Die ersten zwei Fälle in Österreich werden bestätigt: Positiv getestet werden zwei 24-jährige, aus der Lombardei stammende Italiener, die in Innsbruck leben.

Sonntag, 23. Februar: Am Brenner wird ein Zug aus Italien angehalten.

Samstag, 15. Februar: In Europa stirbt der erste Mensch an COVID-19.

Freitag, 14. Februar: Die AUA streicht alle China-Flüge.

Dienstag, 11. Februar: Die WHO gibt der Erkrankung den Namen COVID-19.

Donnerstag, 6. Februar: Am Flughafen Schwechat wird Passagiere aus China ab sofort Fieber gemessen.

Sonntag, 2. Februar: Sieben Österreicher kehren aus dem chinesischen Epidemiegebiet Wuhan nachhause zurück. Unter ihnen sind fünf Niederösterreicher. Erkrankt ist, wie sich später herausstellt, niemand.

Samstag, 25. Jänner: Die Krankheit wird in Österreich anzeigepflichtig.

Dienstag, 7. Jänner: Der Erreger wird als eine neue Art aus der bekannten Familie der Coronaviren identifiziert: Auslöser ist das neue Coronavirus SARS-CoV-2.

Dienstag, 31. Dezember: In den Fokus rückt St. Pöltens Partnerstadt Wuhan. Dort gibt es einen Ausbruch von Lungenentzündungen. Die Fälle werden der Weltgesundheitsagentur (WHO) gemeldet.

Anfang Dezember 2019: Zum ersten Mal treten in der chinesischen Stadt Wuhan Fälle einer unbekannten Lungenentzündung auf. Ausgangspunkt soll ein Fischmarkt gewesen sein.