Taxilenker auf A4 in Schwechat überfallen. Vorerst ungeklärt ist das Motiv für einen Überfall auf einen Taxilenker in Schwechat (Bezirk Wien-Umgebung) vom vergangenen Donnerstagabend.

Erstellt am 07. August 2013 (13:44)
Als Verdächtiger wurde nach Angaben der NÖ Landespolizeidirektion noch im Zuge der Fahndung ein 58 Jahre alter Mazedonier ausgeforscht, der stark alkoholisiert war. Der Mann wollte sich nach erfolgter Ausnüchterung an nichts erinnern. Er wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

Dem Beschuldigten wird laut Polizei zur Last gelegt, dem Taxilenker (43) bei der Fahrt auf der Ostautobahn (A4) im Gemeindegebiet von Schwechat offenbar in Tötungsabsicht seinen Hosengürtel um den Hals gelegt und den Mann gedrosselt zu haben.

Durch beherrschtes Verhalten sei es dem Chauffeur gelungen, sein Fahrzeug auf dem Pannenstreifen anzuhalten und sich zu wehren.

Taxilenker konnte sich ins Auto retten, Angreifer beschädigte Windschutzscheibe mit Gürtel

Nachdem zunächst beide Männer ausgestiegen waren, sprang der Lenker wieder in sein Auto und verriegelte es. Der Mazedonier soll daraufhin mit dem Gürtel mehrmals auf die Windschutzscheibe des Taxis eingeschlagen und diese dadurch stark beschädigt haben.

Während der am Hals verletzte 43-Jährige die Flucht ergriff, wollte der Beschuldigte offenbar andere Taxis auf der A4 anhalten, indem er auf den ersten Fahrstreifen trat. Dabei musste ein Lenker seinen Wagen nach rechts verreißen. Das Auto kam von der Fahrbahn ab und wurde im rechten Frontbereich beschädigt. Ein Ausweichen auf den zweiten Fahrstreifen war wegen des Verkehrs nicht möglich, so die Polizei.

Aufgrund der zwischenzeitlich laufenden Fahndung hinsichtlich des Überfalles wurde der 58-Jährige im Zuge der Unfallaufnahme als Beschuldigter verifiziert und festgenommen. Der von den Polizisten am Unfallort aufgefundene Gürtel des Verdächtigen wurde sichergestellt.