Schwerer Diebstahl im Burgenland und NÖ . Ein 23-Jähriger soll mit Komplizen einen Traktor und einen Kompaktlader im Gesamtwert von 42.984 Euro gestohlen haben. Der Angeklagte zeigte sich geständig. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 12. Dezember 2017 (17:38)
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Weil er beim Diebstahl eines Traktors und eines Kompaktladers im Gesamtwert von 42.984 Euro dabei gewesen sein soll, ist am Dienstag ein 23-Jähriger vor dem Landesgericht in Eisenstadt gestanden. Der Angeklagte bekannte sich schuldig. Er wurde nicht rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten verurteilt, davon neun Monate bedingt.

Dem in U-Haft befindlichen Serben wurde vorgeworfen, gemeinsam mit Komplizen Ende August 2015 in Kirchschlag in der Buckligen Welt (NÖ) einen Traktor im Wert von rund 20.000 Euro aufgebrochen und abtransportiert zu haben. Weiters soll er im September des gleichen Jahres beim Diebstahl eines Kompaktladers in Gols (Bezirk Neusiedl am See) dabei gewesen. Der Wert des Kompaktladers beläuft sich der Anklageschrift zufolge auf 22.984 Euro.

Laut seinem Verteidiger hatte der unbescholtene 23-Jährige bei den Diebstählen eine untergeordnete Rolle. Er sei auch von sich aus zur serbischen Polizei gegangen, als er bei der zweiten Fahrt gemerkt hätte, dass Diebstähle durchgeführt wurden. Er habe detaillierte Angaben gemacht, welche dazu geführt hätten, dass der Kompaktlader sichergestellt und dem Besitzer zurückgegeben werden konnte. Auch zur Auffindung des Haupttäters habe der 23-Jährige einen Beitrag geleistet. Weiters hatte der Angeklagte beim Prozess gegen Haupttäter ausgesagt.

Der 23-Jährige erklärte vor Gericht, er sei sich erst beim zweiten Mal sicher gewesen, dass es sich um Diebstähle handelte. Daraufhin sei er zur Polizei gegangen. Auf die Frage von Richterin Birgit Falb, warum er überhaupt mitgemacht habe, sagte der Serbe: "Ich brauchte Geld".

Die Staatsanwältin erklärte, dass sich der Serbe mit seinen Angaben vor der Polizei sowie vor Gericht durchaus in Gefahr begeben habe. Es sei davon auszugehen, dass er nur ein Mittäter sei. "Ganz der Brave ist er aber auch nicht", merkte die Staatsanwältin an. Der 23-Jährige dürfte zumindest "latent" gewusst haben, worauf er sich eingelassen hatte.

Die Richterin sprach den 23-Jährigen des schweren Diebstahls teils durch Einbruch schuldig, wobei sie keine Gewerbsmäßigkeit feststellte. Der Angeklagte wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten verurteilt, davon neun bedingt auf eine Probezeit von drei Jahren. Bei den restlichen drei Monaten wurde die Vorhaftzeit angerechnet, womit der Angeklagte noch am selben Tag enthaftet wurde. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, das Urteil ist nicht rechtskräftig.