Todesopfer nach Auffahrunfällen. Auffahrunfälle haben Montagnachmittag auf der Westautobahn (A1) im Gemeindegebiet von Aurach am Hongar im Bezirk Vöcklabruck (OÖ) ein Todesopfer und mehrere Verletzte gefordert.

Erstellt am 29. Juli 2013 (20:29)
APA13919140-2 - 29072013 - REGAU - …STERREICH: ZU APA 433 CI - VerkehrsunfŠlle Montagnachmittag, 29. Juli 2013, auf der Westautobahn (A1) zwischen den Anschlussstellen Schšrfling und Regau im Bezirk Všcklabruck in Oberšsterreich haben ein Todesopfer und drei Verletzte gefordert nachdem ein TankanhŠnger mit Gefahrengut in Flammen aufgegangen war. APA-FOTO: FOTO-KERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMMAYR
NOEN, FOTO-KERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAU (APA)
Der Hergang des tödlichen Lkw-Unfalles Montagnachmittag auf der oberösterreichischen Westautobahn (A1) im Gemeindegebiet Aurach im Hongar (Bez. Vöcklabruck) konnte in der Nacht auf Dienstag geklärt werden, teilte die Polizei Pressestelle mit. Die Verkehrssperren wurden erst in der Früh teilweise aufgehoben.

Zunächst war ein 40-Jähriger aus Bayern bei der Fahrt mit seinem Pkw in Richtung Salzburg auf ein vor ihm fahrendes Sattelkraftfahrzeug aufgefahren. Dabei wurden seine 33-jährige Ehefrau auf dem Beifahrersitz schwer und ihr in einem Kindersitz auf der Rückbank gesicherter vierjähriger Sohn leicht verletzt. Sie wurden in das Landeskrankenhaus Vöcklabruck eingeliefert.

Wegen des Unfalls bremste ein 57-Jähriger seinen mit über 22 Tonnen Gefahrengut beladenen Sattelzug stark ab. Es handelte sich um Maleinsäureanhydrit - ein ätzendes Zwischenprodukt für die Polyester-Herstellung. Ein nachkommender 36-jähriger Niederösterreicher aus Hollenstein an der Ybbs im Bezirk Amstetten, der auf seinem Sattelzug einen Kettenbagger transportierte, konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr auf. Sein Fahrzeug begann sofort zu brennen.

Der 57-Jährige bekämpfte die Flammen mit zwei Feuerlöschern. Doch er konnte dem anderen Lkw-Lenker nicht mehr helfen. Mehrere Freiwillige Feuerwehren waren zur Brandbekämpfung und für die anschließenden Aufräumungsarbeiten im Einsatz. Erschwert wurden sie durch austretende giftige Dämpfe. Die Autobahn musste komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde in Richtung Wien in Seewalchen auf Ausweichrouten abgeleitet, in Richtung Salzburg in Regau. Von der Salzburger Richtungsfahrbahn war auch Dienstagvormittag nur der Pannenstreifen befahrbar. Kilometerlange Staus waren die Folge.

Die Leiche des 36-Jährigen konnte erst gegen 23.00 Uhr geborgen werden. Ob er sofort bei dem Anprall getötet wurde oder im Fahrzeug verbrannte, war nicht mehr zu klären.

Umfangreiche Staus gab es auch Montagabend nach einem Unfall auf der Innkreisautobahn (A8) im Gemeindegebiet von Pichl bei Wels. Dort fuhr ein 21-Jähriger mit einem Klein-Lkw auf einen Sattelzug auf. Sein Fahrzeug geriet ins Schleudern und kam erst nach rund 100 Metern an der Betonmittelleitschiene zum Stillstand. Der Lenker und ein 30-jähriger Mitfahrer wurden im Lkw eingeklemmt. Die beiden sowie ein weiterer, 24-Jähriger Mitfahrer wurden verletzt ins Klinikum Wels eingeliefert.