Traurige Verkehrsbilanz zu Pfingsten??. Keineswegs ruhige Pfingstfeiertage für die Rettungsdienste in NÖ: Die Einsätze stiegen stark an, von Samstag bis am Nachmittag des Pfingstmontag waren um 40 Prozent mehr Verkehrsunfälle zu verzeichnen als 2013.

Erstellt am 10. Juni 2014 (08:03)
NOEN, Notruf 144 NÖ
Extrem stark beschäftigt war die Leitstelle des Notruf 144 NÖ am Pfingst-Wochenende. Foto: Notruf NÖ
Auch bei den verletzten Motorradfahrern gab es einen extremen Anstieg von sechs auf 23 Verkehrsunfälle, die sich mit einspurigen Fahrzeugen ereigneten.

Alle zwei Minuten ein Alarm

Über 2.000mal alarmierte 144 NOTRUF NÖ ein Rettungs- und/oder Notarztteam, niedergelassene Ärzte oder First Responder zu Notfalleinsätzen an den drei Pfingsttagen in Niederösterreich – das sind um 300 Einsätze mehr als im Vergleichszeitraum 2013.

Nahezu durchgehend schrillten die Pager der zumeist freiwilligen Rettungsteams von Rotem Kreuz, Arbeitersamariterbund, Christophorus Flugrettung, Johanniter-Unfall-Hilfe und der Bergrettung. Haupteinsatzgründe waren internistische Notfälle (z.B. akute Herzrhythmusstörungen, Infarkte, …), gefolgt von neurologischen (Schlag- Krampfanfällen) und Stürzen.

Sechs Tote: Biker besonders gefährdet

Bei insgesamt 58 Verkehrsunfällen wurden bis Montagmittag 13 Person schwer- und weitere 48 leicht verletzt. Leider gab es dieses Jahr sechs Todesopfer zu beklagen.

Klassisch wie jedes Jahr ereigneten sich nach Mittag die Motorradunfälle. Fast alle passierten am Nachmittag zu Zeitpunkten, an denen Müdigkeit und nachlassende Konzentration der Biker ein oft unterschätztes Problem darstellen.

Notruf und Alarm gleichzeitig

Insgesamt wurden an den drei Tagen des Wochenendes 2.000 Notfalleinsätze und 35 Intensivtransporte koordiniert. Das heißt fast jede Minute alarmierte 144 NOTRUF NÖ einen Krankentransport sowie Rettungs- und/oder Notarztteam.

Durch das ausgeklügelte System bleibt der Telefonist bei einem Notruf mit dem Anrufer weiter verbunden, um Sicherheits- und Erste-Hilfe Hinweise zu geben, gleichzeitig alarmiert der Disponent schon im Hintergrund die benötigten Einsatzkräfte.

Aufgrund der genauen Informationen kann von ihm sofort entschieden werden, ob nun Rettungs- und/oder Notarztwagen/Hubschrauber, oder weitere Kräfte wie die Feuerwehr oder Polizei erforderlich sind. Im Durchschnitt benötigt dieser Ablauf – vom Abheben bis zum Alarm – unter zwei Minuten.