Disziplinarverfahren gegen Unteroffizier eingeleitet. Nach der Diversion für einen Unteroffizier am Montag in einem Prozess um einem Bootsunfall auf der Donau bei Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha) hat das Bundesheer ein Disziplinarverfahren gegen den 33-Jährigen eingeleitet.

Von APA Red. Erstellt am 13. Mai 2019 (16:38)
Einsatzdoku.at
Bild vom Einsatz auf der Donau

Da eine Diversion kein Urteil ist, werde in diesem Fall selbstständig geprüft, bestätigte Michael Bauer vom Verteidigungsministerium auf Anfrage einen "Heute"-Onlinebericht.

Die Disziplinarbehörde sei an die dem Spruch eines rechtskräftigen strafgerichtlichen Urteiles zugrunde gelegte Tatsachenfeststellung gebunden, erläuterte der Sprecher. Der Soldat hat aber in der Verhandlung am Bezirksgericht Bruck an der Leitha eine Diversion erhalten. Er muss eine Geldstrafe von 3.400 Euro und die Verfahrenkosten zahlen, dann wird das Verfahren gegen ihn eingestellt. Der Mann bleibt somit unbescholten.

Bei dem Unfall am 1. September 2018 beim Girls' Camp, einem Schnupperwochenende beim Bundesheer, war ein mit 13 Personen besetztes Arbeitsboot gekentert. Zwei Frauen kamen unter das Wasserfahrzeug und mussten wiederbelebt werden. Der Unteroffizier hatte das Boot gelenkt. Laut Richterin trifft ihn "keine schwere Schuld", weshalb ihm eine Diversion angeboten wurde.