Wetterkapriolen kosten Geld. Großpumpenanlagen, Großstromaggregate und Sandsäcke werden immer wichtiger. Land setzt auf Hochwasserschutz.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 29. August 2017 (01:42)
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„Seit 2002 wurden 870 Millionen Euro in Hochwasserschutz investiert“, so Landesrat Stephan Pernkopf (r.) mit Landesfeuerwehrchef Dietmar Fahrafellner.

Lokale Unwetter. Sie kommen schnell, sind schwer einzuschätzen und der Schaden, den sie anrichten, ist zumeist immens. Alleine die Sturmgewitterfront in der Nacht auf 11. August richtete im Raum Wiener Neustadt und Neunkirchen immensen Schaden an. 1.200 FF-Mitglieder standen im Einsatz.

„Wir müssen abwehrende Maßnahmen setzen, wo es noch an vorbeugendem Schutz fehlt“, betont Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. Großpumpenanlagen und Großstromaggregate zählen zu unverzichtbaren Einsatzmitteln, in die in letzter Zeit vermehrt investiert wurde. Außerdem haben die NÖ Feuerwehren eine Million Sandsäcke vorrätig.

„Bis Jahresende werden 25 Hochwasserschutz-Projekte fertiggestellt und 25 weitere mit 125 Millionen Euro Investitionsvolumen gestartet“, informiert Landesrat Stephan Pernkopf. Außerdem wurden 25 Renaturierungsprojekte entlang der Traisen, Donau und Pielach umgesetzt. Der 96,2 Millionen Euro teure Bau des Marchfeldschutzdammes soll 30.000 Einwohnerabsichern. Er wird vom Bund, Land NÖ und Stadt Wien finanziert.