Versicherung zahlt Schäferstündchen. Aus der Reihe "Einfach kurios".

Erstellt am 01. Juli 2013 (12:21)
Von Versicherungsbetrug will ein 68-jähriger Stockerauer vor Gericht nichts wissen. Er behauptet, dass ihm Schmuck, Goldmünzen und Bargeld fehlen. Und eine Bankomatkarte, mit der unerlaubt Behebungen getätigt worden wären.
Seine Schäferstündchen-Partnerin, eine 32-jährige Rumänin, bezichtigte er des Diebstahls und meldete dies nach der Anzeige bei der Polizei auch gleich seiner Versicherung.

Auf die Richterfrage, wie es möglich sei, dass er bei einer Geldbehebung mit der „entwendeten“ Bankomatkarte zu sehen ist, behauptet der Stockerauer aufgebracht: „Ich bin selbst aus allen Wolken gefallen, wie ich das gesehen habe. Sie haben mir K.o.-Tropfen gegeben. Ich kann mich daran überhaupt nicht erinnern!“

Er habe doch auch zu den Ermittlungen beigetragen: die mutmaßliche Diebin wieder in sein Heim bestellt und dann die Polizei gerufen. „Bestellt zur Verhaftung“, kommentiert Richter Martin Bodner und sagt zu den Geldbehebungsfotos (der Stockerauer mit zwei Damen): „Sie wirken eher amüsiert als beeinträchtigt.“ Es setzt sechs Monate bedingt wegen versuchten Betruges und Falschaussage, nicht rechtskräftig.