ÖBB-Sicherheitskampagne „Pass auf dich auf“. Mit ihrer Sicherheitskampagne setzen die ÖBB auch heuer wieder verstärkt auf Bewusstseinsbildung und Eigenverantwortung im öffentlichen Verkehr. Aufgrund der aktuellen COVID-19 Situation werden die kostenlosen Sicherheitsvorträge in diesem Schuljahr virtuell angeboten.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 06. Oktober 2020 (15:24)
Symbolbild
Fritscher/ÖBB

Die ÖBB führen auch heuer wieder die erfolgreiche Sicherheitskampagne „Pass auf dich auf“ durch. Ziel ist, das Bewusstsein für die sichere Benutzung von Bahnanlagen zu schärfen. Im Vorjahr sind in Österreich 12 Menschen wegen unüberlegtem Handeln und Leichtsinn an Gleisanlagen zum Teil schwer verunglückt, einige leider auch tödlich. Dazu kommen noch 63 Unfälle mit Verletzungen an Eisenbahnkreuzungen,
die in 10 Fällen tödlich endeten. In Niederösterreich waren bei den ÖBB im Vorjahr wegen unerlaubten Bewegens in Gleisanlagen zwei Tote und zwei Schwerverletzte zu beklagen.

Dazu kommen noch 29 Unfälle an Eisenbahnkreuzungen, bei denen vier Todesopfer, neun Schwerverletzte und 24 Leichtverletzte zu beklagen waren. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene begeben sich häufig aus Unwissenheit und Leichtsinn in Lebensgefahr. Kampagne „Pass auf dich auf“ gibt wertvolle Sicherheitstipps.

Die Kampagne „Pass auf dich auf“ appelliert an die Eigenverantwortung. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene werden angehalten, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und in vollen Zügen zu genießen – aber an Bahnanlagen Vorsicht walten zu lassen.

Denn leichtsinniges Verhalten kann hier zu schwersten Verletzungen führen. Um das zu
unterstreichen, wurden vier themenbezogene Sujets gestaltet, die die schwerwiegenden Folgen leichtsinnigen Verhaltens auf Bahnanlagen visualisieren. Denn besonders im Eisenbahnverkehr gibt es Gefahren, die vielen Menschen oft nicht bewusst sind. So haben Züge einen sehr langen Anhalteweg: Ein Güterzug mit 100 km/h benötigt etwa 700 bis 1.000 Meter, um stehen zu bleiben – ein Auto mit derselben Geschwindigkeit nur rd. 90 Meter. Ein weiteres Beispiel ist der Strom.

Für Strom in einem privaten Haushalt werden gewöhnlich 230 V benötigt. Bei unsachgemäßer Handhabung kann dies schon tödliche Folgen haben. Bahnstrom hingegen ist Starkstrom. Die Oberleitungen haben, auch wenn kein Zug fährt, eine Spannung von 15.000 Volt, das sind 65-mal mehr als in einer Steckdose. Man muss die Leitungen oder Teile, durch die der Strom fließt nicht berühren, um einen tödlichen Stromschlag zu erleiden. Wenn eine gewisse Distanz unterschritten wird, droht ein Spannungsüberschlag, der auch Lichtbogen
genannt wird.


Virtuelle Sicherheitsvorträge an Schulen

Neben den neuen Kampagnensujets setzen die ÖBB wieder auf emotional gestaltete Videos zu den möglichen Gefahrensituationen, die wachrütteln und zur Diskussion anregen sollen. Die Videos und weitere wichtige Informationen sind auf passaufdichauf.at und oebb.at/sicherheit abrufbar. Im Zuge der aktuellen Kampagne werden auch Plakate mit emotionaler Botschaft auf Bahnhöfen und an Schulen aufgehängt.

  • Gleisüberschreiten ist lebensgefährlich!
  • Warte hinter der Sicherheitslinie! Bahnhöfe sind keine Spielplätze.
  • Bahnstrom ist Starkstrom – Vorsicht, Lebensgefahr!
  • Achtung - Eisenbahnkreuzung!

Zusätzlich bieten die ÖBB Schulen und neuen Mittelschulen die Möglichkeit, sich während des Schuljahres unter der E-Mailadresse sicherheitskampagne@oebb.at für einen kostenlosen Sicherheitsvortrag in ihrer Schule anzumelden. Der Fokus liegt dabei auf der siebten und achten Schulstufe. Aufgrund der derzeitigen COVID-19 Situation werden die Vorträge im Rahmen einer Presseinformation Unterrichtsstunde in diesem Schuljahr virtuell angeboten. Zudem werden die aktuellen Sicherheitsfolder österreichweit an den Bahnhöfen ausgeteilt. Diese Folder gibt es ebenfalls zum Download auf der Website passaufdichauf.at