Reparaturarbeiten laufen nach Zugunfall auf Hochtouren. Die Reparaturen nach dem Zugunfall am Dienstag bei Völlerndorf (Bezirk St. Pölten-Land) haben begonnen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 27. Juni 2018 (16:40)
Paul Plutsch

Der Abschnitt der Mariazellerbahn zwischen St. Pölten und Ober-Grafendorf werde voraussichtlich bis Montag gesperrt bleiben, teilte der Betreiber NÖVOG mit. Unter den rund 80 Zugpassagieren befanden sich auch einige Kinder und Jugendliche, denen nun professionelle Betreuung angeboten wird.

Am Mittwoch sollten die Aufräumarbeiten beendet werden, außerdem wurden Fundamente für die neuen Masten errichtet. Morgen, Donnerstag, soll das Gleis neu eingeschottert werden. Am Freitag sollen die neuen Masten aufgestellt und die Reparaturarbeiten an der Oberleitung durchgeführt werden, die am Wochenende fortgesetzt werden.

Ein Teil des bisher gesperrten Abschnitts konnte mittlerweile freigegeben werden. Nach wie vor unterbrochen war die Strecke zwischen St. Pölten Hauptbahnhof und Ober-Grafendorf. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen war weiterhin in Betrieb. Die Strecke von Ober-Grafendorf bis Mariazell werde im normalen Fahrplan geführt, informierte die NÖVOG in einer Aussendung. Der Bahnbetrieb auf der gesamten Strecke könne voraussichtlich kommenden Dienstag wieder aufgenommen werden, hieß es.

Professionelle Betreuung für betroffene Kinder und Jugendliche

"Um speziell den Kindern und Jugendlichen, die den Unfall gestern miterlebt haben, eine möglichst gute Aufarbeitung des Geschehenen zu ermöglichen, stellen wir ab sofort ein entsprechendes Angebot zur Verfügung", teilte die NÖVOG mit. Gemeinsam mit dem Verein Tender biete man eine Möglichkeit, das Erlebte und die dadurch entstandenen Ängste oder Fragen unter professioneller Betreuung aufzuarbeiten. Betroffene können sich laut Aussendung unter 0699/17148464 melden, die Sozialarbeiter des Vereins für Jugendarbeit vereinbaren im Anschluss individuelle Gesprächstermine. Die Betreuung sei kostenlos, anonym und verschwiegen.