Niederösterreich

Erstellt am 17. Dezember 2018, 16:22

von Eva Hinterer und NÖN Redaktion

Volksbegehren zum Tierschutz in Vorbereitung. In Wien wurden kürzlich die Pläne für ein überparteiliches Tierschutzvolksbegehren vorgestellt. Es wird sich primär den Nutztieren widmen und möchte Tierqual in Intensivtierhaltung und bei Tiertransporten beenden, versteht sich aber dezidiert auch als „Pro Bauern“-Initiative. Und hat eine starke regionale Verankerung - auch in Niederösterreich.

Initiator Sebastian Bohrn Mena mit der Regionalkoordinatorin für Niederösterreich Agnes Gispert.  |  privat

Ein gemeinnütziger Verein unter Leitung von Ex-Politiker Sebastian Bohrn Mena hat vor kurzem Pläne für die Initiierung eines Tierschutzvolksbegehrens präsentiert.

„Mehr als 3.000 Menschen sind bereits in über 800 Gemeinden in Österreich als Aktive registriert. Gemeinsam wollen wir ab Februar 2019 die Unterstützungserklärungen sammeln. Das Volksbegehren ist eine Bewegung, die wir von unten nach oben bauen, mit starker Verankerung in allen Bundesländern“ meint Initiator Bohrn Mena.

Bereits 900 Mitarbeiter in NÖ

In Niederösterreich vertritt Koordinatorin Agnes Gispert das Tierschutzvolksbegehren. Die Teesdorferin steuert als ehrenamtliche Regionalkoordinatorin die Aktivitäten der Bewegung im gesamten Bundesland und kann bereits auf rund 900 engagierte Mitstreiter zählen. Erste Treffen in St. Pölten und Baden verliefen sehr positiv, das Echo sei gewaltig. „Ich bin absolut überwältigt, wie stark der Zuspruch in unserem Bundesland bereits ist. Wir sind ja noch in der Vorbereitungsphase, aber schon jetzt melden sich unzählige Menschen bei mir und wollen mitmachen“ so Agnes Gispert.

Überparteilich und auf Spenden angewiesen

Das Tierschutzvolksbegehren wird strikt überparteilich organisiert und stützt sich in der Finanzierung auf Spenden von Privatpersonen. Zahlungen von politischen Parteien werden abgelehnt- auch um die Unabhängigkeit zu wahren. Umso wichtiger ist die Beteiligung der Bevölkerung, weswegen kürzlich eine Crowdfunding-Kampagne gestartet wurde.

Kennzeichnungspflicht und Eindämmung der Tierqual

Der Präsentation des Forderungskatalogs im Februar 2019- rechtzeitig vor Beginn der Sammlung der Unterstützungserklärungen- wollen die Initiatoren zwar noch nicht vorgreifen, erste inhaltliche Eckpunkte wurden aber bereits bekannt: So ist etwa eine Kennzeichnungspflicht für tierische Lebensmittel in Gastronomie und öffentlichen Küchen geplant.

Weitere Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens betreffen die Eindämmung von Tierqual in der Intensivtierhaltung, die Reduktion von Tiertransporten und Änderungen bei Fördermitteln zu Gunsten von Kleinbauern.

Mehr Informationen finden sich unter www.tierschutzvolksbegehren.at - das Crowdfunding läuft noch bis 7. Januar 2019 unter www.startnext.com/tierschutzvolksbegehren.