Altweibersommer heizt noch ein wenig ein. Noch regiert der Altweibersommer, und da stehen die Chancen auf einen heißen Tag mit mindestens 30 Grad gut, ehe am Donnerstag Schauer und Gewitter Abkühlung bringen. Am Sonntag war die 30-Grad-Marke mit 29,9 Grad in Andau im burgenländischen Seewinkel nur ganz knapp verfehlt worden, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Generell werden "später 30er" häufiger.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 14. September 2020 (14:47)
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"Temperaturen bei 30 Grad sind im September nicht ungewöhnlich, sie wurden in den letzten Jahrzehnten aber etwas häufiger", erläuterte Klimatologe Alexander Orlik. "Seit den 2000er-Jahren erleben wir in Österreich ungefähr alle zwei bis drei Jahre noch Höchstwerte über 30 Grad nach dem 10. September. Früher, also vor den 2000er-Jahren, gab es so spät im Jahr nur etwa alle fünf bis sieben Jahre einen 30er."

Hitzerekorde sind nicht zu erwarten: Die September-Rekorde liegen in allen Landeshauptstädten zwischen 33 und 36 Grad. An der Spitze rangiert Pottschach in Niederösterreich mit 36,0 Grad am 1. September 2015. Die spätesten 30er wurden am 4. Oktober 1966 erreicht - mit 30,2 Grad in Fußach und 30,1 Grad Schlins, beide in Vorarlberg.

Der September 2020 verlief bisher sehr warm und liegt derzeit rund zwei Grad über dem vieljährigen Mittel (Klimavergleichsperiode 1981-2010). In der Zwischenbilanz zählt er damit zu den wärmsten September-Monaten der Messgeschichte. Über die endgültige Platzierung lässt sich aber noch nichts sagen.

Am Donnerstag Abkühlung

Am Donnerstag kühlt es mit Schauern und Gewittern vorerst etwas ab. Der Freitag dürfte recht sonnig verlaufen mit Höchstwerten zwischen 17 und 25 Grad, wobei es im Westen am wärmsten wird.