EVN-Mann in Bulgarien freigesprochen. Das oberste Verwaltungsgericht in Bulgarien hat einen EVN-Mitarbeiter endgültig freigesprochen, der wegen angeblicher Marktmanipulationen vor zwei Jahren vom Finanzregulator KFN angeklagt worden war. Ein Bußgeld von 10.000 Euro wurde für nichtig erklärt.

Von Redaktion APA. Erstellt am 04. Juli 2014 (18:08)
NOEN, Erwin Wodicka
Der EVN-Mann habe im Auftrag seines Arbeitgebers gehandelt und sich dabei rechtskonform verhalten, so das Gericht. Konkret ging es um die Versteigerung des 33-prozentigen Staatsanteils an zwei EVN-Stromgesellschaften. Der nunmehr freigesprochene EVN-Mitarbeiter machte dem Bericht zufolge 34 Kaufangebote, die sich im Preis lediglich um eine Stotinka (0,51 Eurocent) unterschieden. Dadurch gelang es dem Stromkonzern EVN, die beiden Gesellschaften fast zur Gänze zu übernehmen.

Der Finanzregulator KFN war der Meinung gewesen, der EVN-Mitarbeiter habe den Markt manipuliert. Das Gericht sah darin aber keinen Gesetzesbruch und sprach den Mann bereits in der ersten Instanz frei. Bei einer nicht-öffentlichen Versteigerung dürfe jeder Teilnehmer unbegrenzt viele Angebote machen, so die Begründung damals.