1.500 Straßendienst-Mitarbeiter einsatzbereit. Rund 1.500 Mitarbeiter der NÖ Straßenmeistereien stehen bei einem Winterdienst-Volleinsatz jederzeit einsatzbereit zur Verfügung, um für die Sicherheit auf Niederösterreichs Straßen zu sorgen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 04. Januar 2019 (14:22)
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Symbolbild

Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko betont, dass der NÖ Straßendienst für Winterdiensteinsätze am bevorstehenden Reisewochenende und im Montags-Frühverkehr gerüstet sei und hebt den persönlichen Einsatz der Mitarbeiter während des Winterdienstes hervor: „Unsere Mitarbeiter mit den Räumfahrzeugen werden verstärkt eingesetzt, um diese besondere Situation für die Verkehrsteilnehmer bestmöglich meistern zu können. Ich bin stolz auf die Mannschaft, denn sie ist hoch motiviert und bestens ausgebildet.“

Intensive Räum-und Streueinsätze

Bereits in den letzten Tagen führten Schneefälle in höheren Lagen des Alpenvorlandes und des Waldviertels immer wieder zu intensiven Räum-und Streueinsätzen. Auf Grund der Wettervorhersage für das bevorstehende Wochenende wird es, um diese Herausforderungen meistern zu können, zu einem vollflächigen Winterdiensteinsatz auf den NÖ Landesstraßen kommen. Durchgeführt wird der Winterdienst auf Niederösterreichs Landesstraßen von den 58 Straßenmeistereien mit rund 360 eigenen und 310 angemieteten Fahrzeugen. Jedem Fahrzeug ist eine bestimmte Route zugeordnet und in den Räum- und Streuplänen jeder Straßenmeisterei festgehalten.

Besondere Vorsicht geboten

Der NÖ Straßendienst ersucht die Verkehrsteilnehmer um besondere Vorsicht und empfiehlt, unbedingt die Geschwindigkeit und das Fahrverhalten an die winterlichen Straßenverhältnisse anzupassen, entsprechende Abstände einzuhalten, den Scheibenfrostschutz zu kontrollieren und mehr Zeit für die Fahrt einzuplanen.

In höheren Lagen des Alpenvorlandes und des Waldviertels halten die Schneefälle jedenfalls über das Wochenende an, aus jetziger Sicht ist mit größeren Neuschneemengen von bis zu einem halben Meter auf höheren Pässen im Mostviertel und von rund 25 Zentimetern in höheren Lagen des westlichen Waldviertels zu rechnen. In tiefen Lagen werden die Temperaturen am morgigen Samstag ansteigen, und der Niederschlag wird vermutlich in Form von Regen niedergehen. Daher erwartet der NÖ Straßendienst in den betroffenen Regionen wegen der unterkühlten Fahrbahnen auch eine mögliche Glatteisbildung. Um dieser vorzubeugen, setzt der NÖ Straßendienst auf vorbeugende Salzstreuung vor Niederschlagsereignissen auch auf trockener Straße, damit eine Eisbildung auf der Fahrbahn bereits im Vorhinein unterbunden wird.

700 Kilometer Schneezäune montiert

Um das NÖ Landesstraßennetz mit seinen rund 13.600 Kilometern winterfest zu machen, wurden allein 700 Kilometer Schneezäune montiert. Das entspricht in etwa der Strecke von Wien nach Salzburg und zurück. Um den Räum- und Streufahrzeugen eine Orientierungshilfe zu geben, wurden 500.000 Schneestangen mit den verschiedensten Zusatzsignalen aufgestellt.

Rund 61.000 Tonnen Auftausalz

Die Splitt- und Salzlager sind gut befüllt: Derzeit lagern rund 61.000 Tonnen Auftausalz in 105 Silos und 62 Hallen für den Winterdienst auf den Landesstraßen B und L. Straßen mit geringem Verkehrsaufkommen werden mit Streusplitt winterdienstlich betreut, Landesstraßen mit hohem Verkehrsanteil werden als Salzstreustrecken geführt. Ein effizienter und umweltschonender Umgang mit den Streumitteln ist dem NÖ Straßendienst dabei besonders wichtig.

Vorteile durch Feuchtsalzstreuung

Im NÖ Straßendienst wird grundsätzlich Feuchtsalzstreuung durchgeführt. Der besondere Vorteil bei dieser Streutechnik liegt darin, dass einerseits eine bessere Haftung und gleichmäßigere Verteilung der Streumittel auf der Fahrbahn erreicht wird und andererseits eine schnellere Tauwirkung einsetzt. Seit 2015 wird flächendeckend eine Salzstreuung mit erhöhtem Soleanteil eingesetzt, da Untersuchungen gezeigt haben, dass bei Anwendung dieser Form der Feuchtsalzstreuung der Straßenwinterdienst höchst effektiv und umweltschonend durchgeführt werden kann. Dabei wird, bei gleicher Wirksamkeit, beim Ausbringen von gleichen Anteilen an Trockensalz und Salzsole eine Einsparung von über 20 Prozent gegenüber der bisher als Stand der Technik geltenden und angewendeten Streuungsmischung aus 70 Prozent Trockensalz und 30 Prozent Salzsole erzielt.

Zudem kann die Verkehrssicherheit durch vorbeugende Salzstreuung auch auf trockener Straße vor Niederschlagsereignissen und vor zu erwartender Reifbildung wesentlich erhöht werden. Diese Methode hilft, ein Festfrieren von Schnee bzw. eine Eisbildung auf der Fahrbahn zu verhindern. Dies spart bei nachfolgenden Umläufen Auftausalz und erhöht insgesamt die Verkehrssicherheit.

Kettenpflicht auf den Landesstraßen B und L besteht aktuell für alle Fahrzeuge auf der B 71 über den Zellerrain, für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen auf der B 20 über den Annaberg und den Josefsberg, auf der B 21 über den Ochsattel, das Gscheid und den Rohrersattel, auf der B 23 über den Lahnsattel, auf der B 27 durch das Höllental, auf der L 83 von Marbach bis Münichreith, auf der L 134 zwischen Gutenstein und Schwarzau im Gebirge, auf der L 5217 zwischen Morigraben / Kirchberg und Lilienfeld, auf der L 5303 von Hürm bis Schlatzendorf, auf der L 6155 zwischen Wang und Senftenegg, auf der L 7233 zwischen Maria Taferl und Marbach sowie auf der L 7283 im Bereich Dorfstetten bzw. für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen auf der L 175 von Trattenbach bis zur Landesgrenze und auf der L 135 am Preiner Gscheid. Das hochrangige Straßennetz (A und S Straßen) in Niederösterreich wird von der Asfinag-Servicegesellschaft betreut.

Nähere Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Allgemeiner Straßendienst, Bürgerinformation unter 02742/9005-60143, Markus Hahn, E-Mail markus.hahn@noel.gv.at.