108 Seeadler zwischen Thaya und Donau. WWF und Nationalpark Donau-Auen haben am Freitag in einer Aussendung bekanntgegeben, dass in Österreich in dieser Saison 177 Seeadler überwintern. Das bedeute nach dem Rückgang im Vorjahr heuer wieder mehr "gefiederte Gäste" aus dem Norden, Niederösterreich ist dabei beliebtestes Gebiet. Dennoch brauche es umfassende Schutz- und Förderungsmaßnahmen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 22. Februar 2019 (13:13)
WWF Österreich
Seeadler

Etwa 50 Vogelkundler waren an zwei Jänner-Wochenenden damit beschäftigt, entlang österreichischer Flüsse, Auen und Seen nach Seeadlern Ausschau zu halten. Die höchste Dichte erreicht der Seeadler in Niederösterreich mit 46 Tieren in den March-Thaya-Auen - inklusive dem Grenzgebiet zu Tschechien und der Slowakei, 34 Exemplare zählte man im Waldviertel und 28 in den Donau-Auen und dem Grenzgebiet zu Oberösterreich.

Hochrangige Schutzgebiete wie der Nationalpark Donau-Auen seien für diese für störungsempfindlichen Arten besonders wichtig. "Besonders während der Brut und Ausflugsphase der Jungvögel sollte jede Störung vermieden werden, was beim Seeadler bis in den August dauern kann", so Stefan Schneeweihs von der Abteilung Natur & Wissenschaft des Nationalparks.

Bei den im Jänner in Österreich gezählten Seeadlern handelt es sich etwa zur Hälfte um Wintergäste aus kälteren Gefilden, die ab März wieder Richtung Norddeutschland, Tschechien, Russland, Skandinavien und Baltikum unterwegs sein werden. Für die ganzjährig ansässigen Adler hat die Brutsaison bereits begonnen. 2018 haben in Österreich 35 Seeadlerpaare gebrütet, davon sechs allein im Nationalpark Donau-Auen.